“Das Wissen um maritime Räume”


“Man muss nicht jeden Fachbegriff übersetzen! Was sich jedoch hinter ‘Maritime domain awareness’ verbirgt, geht über das hinaus, was man allein innerhalb der Community zu besprechen hat: ‘Das Wissen um maritime Räume’ sollte nationaler Anspruch sein und Teil der Großen Erzählung, die es transatlantisch neu zu schreiben gilt,” so Heinz Schulte, Chefredakteur von griephan, in seinem Vorwort für die aktuelle Aprilausgabe der Fachzeitschrift MarineForum. Weiterlesen

Fusion unter Gleichen


Das maritime Transportgeschäft steht vor neuen Herausforderungen. Detailliert hat sich Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne zu einer möglichen Fusion von Hapag-Lloyd und Hamburg geäußert. Es entstünde die viertgrößte Reederei mit mehr als 260 Containerschiffe. Auf die Frage, warum Hapag-Lloyd überhaupt mit einer anderen Reederei zusammengehen müsse, antwortete Kühne: Weiterlesen

Casanova und der Seehandel


Er war nicht nur ein Meister der Liebe und Verführung, sondern verstand auch den Zusammenhang zwischen maritimer Abhängigkeit und Wohlstand! Folgende Worte formulierte der venezianische Schriftsteller und Lebemann Giacomo Girolamo Casanova (1725 – 1798) bereits im 18. Jahrhundert in seinen Notzien über seine Reise nach Preußen:

Anfang Juli 1764 in Berlin eingetroffen, weiß Casanova zumindest zweierlei: dass nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges, dessen Zerstörung und Kosten den Staat an den Rand des Bankrotts gebracht hatten, der preußische König auf der Suche nach neuen Weiterlesen

Haben wir tatsächlich ein maritimes Problem…


…oder ist die Vernachlässigung des Maritimen in Gesellschaft und Politik, besser bekannt als Sea Blindness, nicht doch nur Teil eines ganz anderen Problems? Dazu möchten wir an anderer Stelle nochmal nachdenken, etwas anderes ist uns nämlich auch aufgefallen: Das Maritime mag unterrepträsentiert sein, aber in nicht unwesentlichen Teilen der Gesellschaft ist zumindest ein Grundrest und Grundverständnis geblieben und findet auch seinen Ausdruck – auch wenn der klassische Kieler Matrosenanzug längst ausgedient hat. Dafür hat das Maritime und seine Folklore auch jenseits der Küste seinen Platz! Weiterlesen

“Deutschland ist Globalisierungs-Gewinner!”


So lautet die Überschrift eines Kommentars in den aktuellen griephan Briefen (45/12):
Die Globalisierung handelt von Strömen an Gütern, Menschen, Informationen, Energie und Finanzen. Sicherheit der logistischen Ketten ist somit Wesenskern der Globalisierung.
Deutsches Interesse
Berlin hat diesem Aspekt der umfassenden Sicherheitsvorsorge ein vornehmlich industriestrategisches Interesse: Deutschland ist unter den Top Five der globalen Logistik-Standorte. Unter den global zehn größten Logistikkonzernen sind fünf europäisch. Davon halten deutsche Unternehmen die Plätze 1 (DHL) und 5 (DB Schenker). Weiterlesen

Sea Blindness – Aus den Augen aus dem Sinn


Was uns bei Meer Verstehen immer wieder auffällt, ist die sogenannte Sea Blindness in Politik und Gesellschaft – aus den Augen aus dem Sinn! Es fehlt das Gespür, und leider oft auch das Interesse, für maritime Zusammenhänge und ihre Bedeutung für unsere Wirtschaft und letztendlich unsere Gesellschaft. Umso interessierter haben wir folgendes Zitat aus der Wochenzeitung Die Zeit vom 27. September aufgenommen:

Als Angela Merkel vor einiger Zeit gefragt wurde, um welches Thema sie sich kümmern würde, wenn es die Euro-Krise nicht gäbe, nannte sie spontan die Fischerei- und Meerespolitik. Ihre Zuhörer waren erstaunt, gibt es doch kaum ein Politikfeld, das im Berliner Regierungsviertel als unwichtiger gilt. Merkel sieht das anders:”Über die Meere Weiterlesen

Werftensterben in Deutschland


Wir lesen im aktuellen DVZ-Brief Express:

Die P+S-Werften haben beim Amtsgericht Stralsund einen Insolvenzantrag für die beiden Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast gestellt. Der Antrag wurde heute Morgen von Werftchef Rüdiger Fuchs eingereicht. Damit sind die Rettungsversuche für die seit Monaten finanziell angeschlagenen Werften mit knapp 2000 Beschäftigten Weiterlesen

Die globalen Megatrends sind maritim


Diese Erkenntnis überrascht die Leser unseres Blogs nicht!
In einer aktuellen und beachtenswerten Studie der „Roland Berger School of Strategy and Economics“ unter dem Titel Megatrends lesen wir:

Wir wollen wissen, welche Trends gerade nicht brechen, sondern tatsächlich geeignet sind, einen langfristigen Rahmen für die Prognose unternehmerischer Chancen und Risiken zu setzen. Unsere Überlegungen zeigen, das dies vor allem auf drei Megatrends zutrifft: Klimawandel, Rohstoffknappheit, Demografie. Weil alle drei Trends mit Knappheit verbunden sind: an Menschen, Ressourcen oder der Umwelt selbst. Und weil Knappheit Weiterlesen

“Deutschlands maritime Sicherheit erfordert auch Engagement an Land in Somalia”


An dieser Stelle möchten wir eine Beitragsserie eröffnen – wir haben Menschen aus dem öffentlichen Leben Deutschlands gebeten, ihre Meinung zu einem Thema ihrer Wahl unter dem Leitmotiv “Die maritime Dimension Deutschlands” mit uns zu teilen. Den Anfang macht Dr. Rainer Stinner, MdB und Außenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, er beleuchtet Deutschlands Sicherheit und Engagement vor der somalischen Küste und dem anhaltenden Piraterieproblem. Was taugt die neue Strategie, die Ausrüstung der Piraten auch an Land zu zerstören? Wer sind die Hintermänner? Sind die bisher getroffenen politischen Maßnahmen erfolgreich? Kann es Verantwortung ohne entschloßenes Zupacken geben? Dr. Stinner hat exklusiv für Meer Verstehen einen Kommentar verfasst, der die Lösung der Problematik vornehmlich an Land sieht:

Deutschlands maritime Sicherheit erfordert auch Engagement an Land in Somalia

Für die deutsche Wirtschaft hat das Meer eine entscheidende Bedeutung als Transportweg. Ungefähr die Hälfte unseres außereuropäischen Außenhandels wird über See transportiert. Das entspricht einem Warenwert von ca. 335 Milliarden Euro. Die anhaltende Gefährdung der Schifffahrt durch Piraten vor Somalia ist daher ein ernstes Weiterlesen

Die belgisch-niederländische Marinekooperation im Überblick – Ein Kommentar


Pooling & Sharing ist das neue Buzzword, wenn man über Europa, Sicherheit und Haushalt spricht. Es sollte allen Beteiligten klar sein, dass es ein “weiter so”, im Sinne der nationalen Alleinvorsorge, in Zukunft nicht mehr geben wird. Dabei lohnt sich der Blick über den Tellerrand, denn es gibt in Europa bereits einige interessante militär- und sicherheitsrelevante Kooperation. Begrenzte Haushalte und gleiche Interessen setzen gestalterische Kreativität frei und schaffen neue Strukturen in Europa. Könnten die Großen etwa von den Kleinen lernen?

Kai Schönfeld ist aktiver Marineoffizier und Betreiber des Blogs Sicherheit vernetzt. Auf Meer Verstehen schreibt Schönfeld exklusiv über die sicherheitspolitische Vernetzung und Kooperation der Marinen von Belgien und den Niederlanden: Weiterlesen