“Das Wissen um maritime Räume”


“Man muss nicht jeden Fachbegriff übersetzen! Was sich jedoch hinter ‘Maritime domain awareness’ verbirgt, geht über das hinaus, was man allein innerhalb der Community zu besprechen hat: ‘Das Wissen um maritime Räume’ sollte nationaler Anspruch sein und Teil der Großen Erzählung, die es transatlantisch neu zu schreiben gilt,” so Heinz Schulte, Chefredakteur von griephan, in seinem Vorwort für die aktuelle Aprilausgabe der Fachzeitschrift MarineForum. Weiterlesen

“Nicht konventionelles Öl und Gas – Folgen für das globale Machtgefüge”


Die Diskussion über die Förderung von Schiefergas als “unkonventionelles” Erdgas ist in vollem Gange. Durch die sogenannte Fracking-Methode können heute Erdgasablagerungen in Tonsteinformationen angezapft werden, die zunächst für konventionelle Bohrmethoden unerreichbar schienen. Länder wie Deutschland oder Polen könnten effizient einen wesentlichen Anteil ihrer Energie zur Deckung des Eigenbedarfs aus dem heimischen Boden gewinnen; dies würde sowohl die ökonimische als auch politische Abhängigkeit von anderen Energieliferanten reduzieren. In Deutschland wird die öffentliche Diskussion über Schiefergas zunächst nur aus dem Blickwinkel der Energiewende, also umweltpoilitisch, betrachtet. Dabei wird der heimische Abbau von Schiefergas, alleine durch die USA, potentiell massive globale, und in Folge auch lokale, geopolitische Veränderungen mit sich bringen. Dr. Kirsten Westphal von der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP erläutert mögliche Folgen in ihrer SWP-Publikation “Nicht konventionelles Öl und Gas – Folgen für das globale Machtgefüge”: Weiterlesen

“Asia’s Naval Expansion – An arms race in the making?”


Wir haben an dieser Stelle Geoffrey Till und sein Buch Seapower – A Guide for the 21st Century bereits vorgestellt. Nun hat Till zusammen mit dem renomierten International Institute for Strategic Studies (IISS) in London sein nächstes Werk mit dem Titel “Asia’s Naval Expansion. An arms race in the making?” veröffentlicht. Im Fokus stehen tatsächlich die maritimen Ansprüche Chinas in der Region und die Reaktion der USA auf diese. Weiterlesen

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte


Am 3. Dezember vermeldete der Bundesverband der Deutschen Industrie BDI die Gründung eines neuen Ausschusses für Sicherheit unter dem Vorsitz von Claus Günther, CEO von Diehl Defence und Mitglied des Vorstandes der Diehl Stiftung. Dabei sagt das Bild der begleitenden Pressemitteilung mehr als 1000 Worte: Weiterlesen

Bundesrechnungshof kritisiert Mehrbesatzungskonzept der Marine


Auf Seite 44 der “Bemerkungen 2012″ des Bundesrechnungshofs lesen wir unter Punkt 62 folgendes:

Mehrbesatzungsmodelle der Marine sind nicht wirksam & unwirtschaftlich
Die Marine führt neue Besatzungsmodelle auf der Grundlage unrealistischer Annahmen ein. Dadurch plant sie mehr Besatzungen, als sie absehbar einsetzen kann. Das Ziel, die Soldatinnen und Soldaten zu entlasten, erreicht sie hingegen nicht. Weiterlesen

“Deutschland ist Globalisierungs-Gewinner!”


So lautet die Überschrift eines Kommentars in den aktuellen griephan Briefen (45/12):
Die Globalisierung handelt von Strömen an Gütern, Menschen, Informationen, Energie und Finanzen. Sicherheit der logistischen Ketten ist somit Wesenskern der Globalisierung.
Deutsches Interesse
Berlin hat diesem Aspekt der umfassenden Sicherheitsvorsorge ein vornehmlich industriestrategisches Interesse: Deutschland ist unter den Top Five der globalen Logistik-Standorte. Unter den global zehn größten Logistikkonzernen sind fünf europäisch. Davon halten deutsche Unternehmen die Plätze 1 (DHL) und 5 (DB Schenker). Weiterlesen

Chinas Flugzeugträger und die Pax Americana zur See


Am 25. September 2012 ging die Nachricht um die Welt, dass China seinen ersten Flugzeugträger, die Liaoning, in Dienst gestellt hat. Im Westen und besonders in den USA befürchtet man, dass Chinas Aufrüstung zur See eine expansionistische Ausrichtung hat und zu einer Konfrontation zwischen China und den USA führen könnte. Es ist in der Tat ein Kurs der Konfrontation, den China mit seiner aktuellen maritimen Politik fährt -  allerdings zielt dieser weder auf die USA noch auf die Trägergruppen der US Navy. Dazu wird China auch in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein. James R. Holmes, Associate Professor of Strategy am US Naval War College, listet 5 Gründe auf, warum China noch lange davon entfernt ist eine funktionierende Trägerfähigkeit zu besitzen: Weiterlesen

2. Maritimes Kolloquium: Container bergen oft Überraschungen


“Der Schutz deutscher Handelsschiffe durch militärische Bordkommandos ist nicht zu leisten. Wie der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey (CDU), am 20. September beim 2. Maritimen Kolloquium Wilhelmshaven (MKW) im Deutschen Marinemuseum sagte, würden allein am besonders von Piraten heimgesuchten Horn von Afrika 3000 bis 3500 Passagen deutscher Schiffe im Jahr registriert. Weiterlesen

“Maritime Sicherheit & Verteidigung 2012 – was bleibt?”


Am 4. und 5. September 2012 haben Hamburg Messe, Griephan/DVV und das Deutsche Maritime Institut die internationale Konferenz “Maritime Security & Defense” erstmalig als Partner durchgeführt. Dieses geschah längsseits der Schiffbaumesse SMM, die vom 3.9. bis 7.9.2012 zum 25. Mal in Hamburg veranstaltet wurde.

Als Conference Chairman war es mir wichtig, nach zwei Tagen mit sehr guten Vorträgen und interessanten Diskussionen nicht einfach so auseinanderzugehen, sondern auch sogenannte “take aways” der in englischer Sprache abgehaltenen Konferenz zu formulieren, die von den 160 gemeldeten Teilnehmern der Konferenz als eine Art Executive Summary oder auch als action items genutzt werden können. Weiterlesen

“Deutschlands maritime Sicherheit erfordert auch Engagement an Land in Somalia”


An dieser Stelle möchten wir eine Beitragsserie eröffnen – wir haben Menschen aus dem öffentlichen Leben Deutschlands gebeten, ihre Meinung zu einem Thema ihrer Wahl unter dem Leitmotiv “Die maritime Dimension Deutschlands” mit uns zu teilen. Den Anfang macht Dr. Rainer Stinner, MdB und Außenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, er beleuchtet Deutschlands Sicherheit und Engagement vor der somalischen Küste und dem anhaltenden Piraterieproblem. Was taugt die neue Strategie, die Ausrüstung der Piraten auch an Land zu zerstören? Wer sind die Hintermänner? Sind die bisher getroffenen politischen Maßnahmen erfolgreich? Kann es Verantwortung ohne entschloßenes Zupacken geben? Dr. Stinner hat exklusiv für Meer Verstehen einen Kommentar verfasst, der die Lösung der Problematik vornehmlich an Land sieht:

Deutschlands maritime Sicherheit erfordert auch Engagement an Land in Somalia

Für die deutsche Wirtschaft hat das Meer eine entscheidende Bedeutung als Transportweg. Ungefähr die Hälfte unseres außereuropäischen Außenhandels wird über See transportiert. Das entspricht einem Warenwert von ca. 335 Milliarden Euro. Die anhaltende Gefährdung der Schifffahrt durch Piraten vor Somalia ist daher ein ernstes Weiterlesen