“Das Wissen um maritime Räume”


“Man muss nicht jeden Fachbegriff übersetzen! Was sich jedoch hinter ‘Maritime domain awareness’ verbirgt, geht über das hinaus, was man allein innerhalb der Community zu besprechen hat: ‘Das Wissen um maritime Räume’ sollte nationaler Anspruch sein und Teil der Großen Erzählung, die es transatlantisch neu zu schreiben gilt,” so Heinz Schulte, Chefredakteur von griephan, in seinem Vorwort für die aktuelle Aprilausgabe der Fachzeitschrift MarineForum. Weiterlesen

“Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft in Deutschland”


Am 8. und 9. April findet die Achte Nationale Maritime Konferenz in Kiel statt, organisiert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Die Eröffnungsrede hält Bundeskanzerlin Angela Merkel, Verkehrsminister Peter Rammsauer und Umweltminister Peter Altmaier werden zum Abschluss der Konferenz das Wort an die Telnehmer richten.

Auf der Konferenz sollen insgesamt sieben Themen behandelt werden, entsprechende Workshops sollen dabei Handslungsempfehlungen für die Bundesregierung erarbeiten: Weiterlesen

“Nicht konventionelles Öl und Gas – Folgen für das globale Machtgefüge”


Die Diskussion über die Förderung von Schiefergas als “unkonventionelles” Erdgas ist in vollem Gange. Durch die sogenannte Fracking-Methode können heute Erdgasablagerungen in Tonsteinformationen angezapft werden, die zunächst für konventionelle Bohrmethoden unerreichbar schienen. Länder wie Deutschland oder Polen könnten effizient einen wesentlichen Anteil ihrer Energie zur Deckung des Eigenbedarfs aus dem heimischen Boden gewinnen; dies würde sowohl die ökonimische als auch politische Abhängigkeit von anderen Energieliferanten reduzieren. In Deutschland wird die öffentliche Diskussion über Schiefergas zunächst nur aus dem Blickwinkel der Energiewende, also umweltpoilitisch, betrachtet. Dabei wird der heimische Abbau von Schiefergas, alleine durch die USA, potentiell massive globale, und in Folge auch lokale, geopolitische Veränderungen mit sich bringen. Dr. Kirsten Westphal von der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP erläutert mögliche Folgen in ihrer SWP-Publikation “Nicht konventionelles Öl und Gas – Folgen für das globale Machtgefüge”: Weiterlesen

Nach der Wahl ist vor der Wahl


Niedersachsen hat einen neuen Ministerpräsidenten: Stephan Weil (SPD) führt seit Dienstag den 19. Februar die rot-grüne Regierungskoalition. Wir haben vor der Wahl in Niedersachsen die Parteiprogramme auf ihren maritimen Gehalt hin untersucht; nun steht der Koalitionsvertrag der Siegerparteien SPD und Grüne, und wir wollen doch mal sehen, was dort alles Maritimes niedergeschrieben wurde. Ein Punkt vorweg: Ein Hafenkonzept kommt! In den Koalitionsvereinbarungen 2013 – 2018 von SPD und Grüne lesen wir auf Seite 60: Weiterlesen

Wie wäre es mit einem Nationalen Hafenkonzept?


Am 13. Februar lesen wir in der Tageszeitung Die Welt folgendes:

Nationales Hafenkonzept gefordert
In der deutschen Hafenbranche und auch in der Politik diskutiert man nach wie vor darüber, welche Funktion der JadeWeserPort überhaupt wahrnehmen soll. Gegner der Elbvertiefung fordern ein nationales Hafenkonzept. Sie argumentieren, Wilhelmshaven könne mit 18 Metern Wassertiefe unabhängig von Gezeiten die besonders großen Containerfrachter abfertigen, die aus Asien nach Weiterlesen

Maritimer Check zur Landtagswahl 2013 in Niedersachsen


Mit seinen rund 8 Millionen Einwohnern und neun Seehäfen ist Niedersachsen ein maritimes Schwergewicht in Deutschland. Zusammengeschlossen als Seaports of Niedersachsen, wurden in den niedersächsischen Häfen im Jahr 2011 etwa 46,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Für den Ausbau der Häfen wurden durch die Landesregierung für den Zeitraum 2012/13 bereits etwa 60 Millionen Euro bereitgestellt. Die Förderung kam besonders dem Ausbau des JadeWeserPort in Wilhelmshaven zugute, dem größten Infrastrukturprojekt in Norddeutschland. Am 20. Januar wird in Niedersachsen zum 17. mal ein neuer Landtag gewählt. Wir haben uns die Wahlprogramme der fünf im niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien angeschaut und auf ihre maritimen Positionen hin durchsucht. Weiterlesen

“Asia’s Naval Expansion – An arms race in the making?”


Wir haben an dieser Stelle Geoffrey Till und sein Buch Seapower – A Guide for the 21st Century bereits vorgestellt. Nun hat Till zusammen mit dem renomierten International Institute for Strategic Studies (IISS) in London sein nächstes Werk mit dem Titel “Asia’s Naval Expansion. An arms race in the making?” veröffentlicht. Im Fokus stehen tatsächlich die maritimen Ansprüche Chinas in der Region und die Reaktion der USA auf diese. Weiterlesen

Es tut sich was…


Es tut sich langsam etwas im maritimen Sektor! Am 9. November meldete das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi, dass der Bundestag beschlossen hat “…die Mittel für die Innovationsförderung des deutschen Schiffbaus um eine Million Euro zu erhöhen. Damit stellt der Bund 2013 insgesamt 13 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms ‘Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze’…” bereit.

Eine Million Euro sind nicht besonders viel bei einem Bundeshaushalt von 312,7 Milliarden Euro, wir wollen uns jedoch nicht beschweren. Aber es fällt noch mehr auf – so stolpern wir auf der Homepage des BMWi über den “Branchenfokus Maritime Wirtschaft”, der uns durch folgenden Ausschnitt überrascht: Weiterlesen

Chinas Flugzeugträger und die Pax Americana zur See


Am 25. September 2012 ging die Nachricht um die Welt, dass China seinen ersten Flugzeugträger, die Liaoning, in Dienst gestellt hat. Im Westen und besonders in den USA befürchtet man, dass Chinas Aufrüstung zur See eine expansionistische Ausrichtung hat und zu einer Konfrontation zwischen China und den USA führen könnte. Es ist in der Tat ein Kurs der Konfrontation, den China mit seiner aktuellen maritimen Politik fährt -  allerdings zielt dieser weder auf die USA noch auf die Trägergruppen der US Navy. Dazu wird China auch in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein. James R. Holmes, Associate Professor of Strategy am US Naval War College, listet 5 Gründe auf, warum China noch lange davon entfernt ist eine funktionierende Trägerfähigkeit zu besitzen: Weiterlesen

2. Maritimes Kolloquium: Container bergen oft Überraschungen


“Der Schutz deutscher Handelsschiffe durch militärische Bordkommandos ist nicht zu leisten. Wie der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey (CDU), am 20. September beim 2. Maritimen Kolloquium Wilhelmshaven (MKW) im Deutschen Marinemuseum sagte, würden allein am besonders von Piraten heimgesuchten Horn von Afrika 3000 bis 3500 Passagen deutscher Schiffe im Jahr registriert. Weiterlesen