Am 25. September 2012 ging die Nachricht um die Welt, dass China seinen ersten Flugzeugträger, die Liaoning, in Dienst gestellt hat. Im Westen und besonders in den USA befürchtet man, dass Chinas Aufrüstung zur See eine expansionistische Ausrichtung hat und zu einer Konfrontation zwischen China und den USA führen könnte. Es ist in der Tat ein Kurs der Konfrontation, den China mit seiner aktuellen maritimen Politik fährt - allerdings zielt dieser weder auf die USA noch auf die Trägergruppen der US Navy. Dazu wird China auch in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein. James R. Holmes, Associate Professor of Strategy am US Naval War College, listet 5 Gründe auf, warum China noch lange davon entfernt ist eine funktionierende Trägerfähigkeit zu besitzen:
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Schlagwort-Archive: Marine
Die belgisch-niederländische Marinekooperation im Überblick – Ein Kommentar
Pooling & Sharing ist das neue Buzzword, wenn man über Europa, Sicherheit und Haushalt spricht. Es sollte allen Beteiligten klar sein, dass es ein “weiter so”, im Sinne der nationalen Alleinvorsorge, in Zukunft nicht mehr geben wird. Dabei lohnt sich der Blick über den Tellerrand, denn es gibt in Europa bereits einige interessante militär- und sicherheitsrelevante Kooperation. Begrenzte Haushalte und gleiche Interessen setzen gestalterische Kreativität frei und schaffen neue Strukturen in Europa. Könnten die Großen etwa von den Kleinen lernen?
Kai Schönfeld ist aktiver Marineoffizier und Betreiber des Blogs Sicherheit vernetzt. Auf Meer Verstehen schreibt Schönfeld exklusiv über die sicherheitspolitische Vernetzung und Kooperation der Marinen von Belgien und den Niederlanden: Weiterlesen
Warum es keinen deutschen Flugzeugträger geben wird
Sie kommt alle Jahre wieder – die Diskussion um einen deutschen Flugzeugträger! Hat sich die sicherheitspolitische Situation Deutschlands und seine Bedeutung in der Welt derartig geändert, dass eine nationale Trägerfähigkeit notwendig wäre? Warum sollte Deutschland viel Geld und Mühe – es braucht etwa 20 Jahre um eine Trägerfähigkeit voll auszubilden – in eine Fähigkeit investieren, die europäisch bereits verfügbar ist? Es ist übrigens schon entlarvend, dass in solchen Diskussionen meistens die Rede Weiterlesen
Das maritime Österreich – ein Nachruf
Wir lesen bei der Deutschen Presse-Agentur:
Österreich gibt Seefahrt auf
Österreich zieht sich offiziell aus der gewerbsmäßigen Seefahrt zurück. Das beschloss das Parlament des Alpenstaates ohne Meeresküsten [am 19. April 2012]. Grund für den Rückzug ist, dass seit geraumer Zeit keine Hochseeschiffe unter österreichischer Flagge mehr unterwegs sind. Das letzte derartige Schiff beendete 2011 seine Fahrten über die Weltmeere. [...]
Quelle: Kronen Zeitung
Eine Seefahrt, die ist…
…lehrreich! Diese Zeilen wurden auf einer RoRo/LoLo (Roll-on/Roll-off bzw. Load-on/Load-off)-Großfähre auf dem Weg von Kiel nach Oslo zu Papier gebracht. Der erste Eindruck in Kiel: Europa mangelt es nicht an einer strategischen Seeverlegefähigkeit! Auf der Fähre, mit der wir unterwegs waren, kann ein verstärktes Bataillon mit schwerem Gerät ohne Mühen verlegt werden – solange ein gesicherter Hafen zum Ausladen am Ende der Fahrt Weiterlesen
Es gibt sie! Von chinesischen Hightech-Seeungeheuern und anderen Märchen…
Was ist der Unterschied zwischen Hafen- und Harfenkonzert? Die Einen wissen, worum es geht, die Anderen warten gespannt aber vergeblich auf den Klang der Harfe. Kommt noch ein klappernder Bambusvorhang dazu, ist die Konfusion perfekt!
Man muss sich schon wundern: Was das China Internet Information Center auf seiner Plattform german.china.org.cn, mit Berufung auf südkoreanische Presseberichte und auf einen Dr. John der “europäischen” Naval Submarine League, vor einigen Wochen in seinem Beitrag “Hat Deutschland U-Boot-Technologien an China übertragen?” berichtete, schlägt dem Fass den Boden aus: Die Deutsche Marine habe – an der Kanzlerin vorbei! – Marinetechnologie nach China transferiert und so die chinesische Industrie in die Lage versetzt, Uboote nachzubauen, die der deutschen Uboot-Klasse 212/214 ähneln… Weiterlesen
In guter Gesellschaft – der EGV “Bonn” der Deutschen Marine vervollständigt eine neue Traditionslinie
Am Dienstag den 17. April 2012 war es soweit: Mit einer feierlichen Zeremonie wurde der dritte Einsatzgruppenversorger (EGV) der Deutschen Marine auf den Namen Bonn getauft. Wie wichtig Tradition und Identität auch in modernen Zeiten sind, wurde bei dieser Gelegenheit nochmal deutlich, denn natürlich fand die Taufe durch Hanne Hufschmidt, die Ehefrau des Bonner Oberbürgermeisters, mit einer Sektflasche und dem Segen “Ich taufe dich auf den Namen „Bonn“ und wünsche dir und deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel,” statt! Auch die Tatsache, daß über 100 Bonner sich unter der Woche frei genommen haben, um bei der Taufe in Emden dabei zu sein, spricht für das Interesse der Menschen und der Stadt Bonn an “ihrem” Schiff. Nebenbei wurde auch eine neue Traditionslinie vervollständigt. Weiterlesen
Von der maritimen Identität
Gibt es eine maritime Identität – und wenn nicht, sollte es eine geben? Bei dieser Frage tut sich die Marine leichter als andere: Sie setzt Flagge und Wimpel, trägt Wäsche achtern und pfeift Seite. Die meisten Landratten verbinden mit dem Begriff “maritime Identität” die blaue Weiterlesen
Willkommen bei Meer Verstehen!
Liebe Leser,
nach einiger Vorlaufzeit dürfen wir Ihnen nun Meer Verstehen vorstellen – den Blog des Deutschen Maritimen Instituts, kurz DMI. Herzlich willkommen!
Meer Verstehen ist ein Blog über maritime Themen, dass heißt:
Maritime Sicherheitspolitik und die Deutsche Marine sollen hier ebenso ihren Platz finden wie das Vorstellen innovativer Technologien, Erkenntnisse über das Reiseverhalten von Tunaschwärmen sowie Nachdenkliches über die Abhängigkeit unserer Gesellschaft vom Meer. Alles was schwimmt und taucht und für uns Menschen wichtig ist oder werden kann, soll von uns aufgegriffen werden!
Alles hängt mit allem zusammen. Und gerade weil wir in einer vernetzten Welt leben, in der globale Kommunikation in Sekundenschnelle vonstatten geht, zwingt uns das Meer vorrauschauend zu planen und zu handeln. Wind und Wetter nehmen auch heute noch ihren Einfluss auf den Kurs eines Schiffes, von Naturkatastrophen und sicherheits-/politischen Ereignissen mal ganz abgesehen. Die Dinge brauchen eben ihre Zeit: Deshalb bedeutet vom Meer her denken, strategisch denken!
Ein paar Zahlen und Fakten:
- 85% aller Staaten sind Küstenländer, in den Küstenregionen leben 75% der Weltbevölkerung
- Der internationale Seeverkehr wird von mehr als 47.000 Schiffen bewältigt
- 90% des EU-Außen- und 40% des EU-Binnenhandels laufen über See
- Deutschland betreibt die drittgrößte Handelsflotte der Welt: Knapp 3.600 Schiffe fahren unter deutschem Management
- 400.000 Arbeitnehmer werden in der deutschen maritimen Wirtschaft beschäftigt
- Mehr Informationen gibt es hier beim DMI
Wir stellen die These in den Raum, dass sich die Bedeutung dieser Zahlen nicht in der politischen und medialen Öffentlichkeit Deutschlands wiederfindet. Darüber mit Ihnen zu sprechen, ist deshalb unser Anliegen! Einerseits wollen wir unsere Sicht der Dinge präsentieren und erläutern. Andererseits wollen wir genau darauf achten, was Sie zu den Themen und Beiträgen zu sagen haben. Das Maritime geht uns alle an!
Also, schreiben Sie uns, vernetzen Sie sich mit uns, diskutieren, fragen und kommentieren Sie fleissig – wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Ihr Blog-Team von meerverstehen.net
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