Maritime Sicherheit Kernthema auf der 25. SMM in Hamburg

In Hamburg fand am 4. und 5. September die MS&D 2012 – international conference on maritime security and defence, im Rahmen der 25. SMM, shipbuilding, machinery & marine technology, internationalen Handelsmesse statt. Hier nun der Schlussbericht zur MS&D 2012 aus der Sicht der Messe Hamburg und des DMI:
„Die Integration der MS&D als maritime Sicherheits- und Verteidigungskonferenz in die SMM als Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft war der richtige Schritt zur richtigen Zeit“, zog Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH, sein positives Fazit. Schon im Vorfeld der Konferenz habe es großen Zuspruch von Seiten der Industrie und von internationalen Militärdelegationen gegeben. Das sehr gut strukturierte Themenspektrum, das sowohl technische wie auch strategische, wirtschaftliche und politische Aspekte abdeckte, sei ein Erfolgsfaktor für die straffe, auf eineinhalb Tage begrenzte Konferenz gewesen.Ein wichtiges Argument, die MS&D zusammen mit der SMM zu veranstalten, war auch die Erweiterung der Nomenklatur für die maritime Weltleitmesse. „Durch die Einbindung der MS&D hat die SMM einen neuen attraktiven und zukunftsträchtigen Bereich hinzugewonnen. Das hat sich schon bei diesem ersten Mal bewährt“, sagte Aufderheide. Heinz Schulte, Chefredakteur bei DVV Media / Griephan, zusammen mit dem Deutschen Maritimen Institut (DMI) Veranstaltungspartner, stimmte zu: „Es war eine große Chance, dass wir mit der MS&D bei der SMM längsseits gegangen sind. An diesem Grundkonzept, die MS&D im Rahmen der SMM zu veranstalten, sollten wir festhalten.“Den rund 250 internationalen Teilnehmern bot die MS&D 2012 in drei aufeinander folgenden Panels alle derzeit virulenten Aspekte des maritimen Sektors wie die sich rasant verändernde maritime Umwelt, die Sicherheit der maritimen Logistikketten und die zukünftigen maritimen Entwicklungen im technischen wie auch strategischen und politischen Bereich. „Die Qualität der Vorträge, die technische Fundiertheit und die lebhaften Diskussionen mit den sehr kompetenten Teilnehmern haben meine Erwartungen weit übertroffen“, bilanzierte MS&D-Chairman Hans-Joachim Stricker, Vizeadmiral a.D. der Deutschen Marine und Präsident des Deutschen Maritimen Instituts (DMI). Dieses neue Konferenzkonzept habe bei den Teilnehmern großen Anklang gefunden. „Wir hatten ein sehr interessiertes Publikum“, ergänzte der zweite MS&D-Chairman Ulrich Otto, Konteradmiral a.D. und Vizepräsident des DMI.Unter den internationalen MS&D-Teilnehmern befanden sich auch insgesamt 14 Militärdelegationen aus Asien, Afrika, Europa und Südamerika. Konferenzbesucher äußerten sich einhellig lobend über das „Gesamtpaket“ von MS&D und SMM, da die Messe gewissermaßen die Hardware zur Software der Konferenz bot. Die MS&D-Teilnehmer nutzten diese Nähe, sich über die technischen Aspekt im unmittelbaren Konferenzumfeld bei den SMM-Ausstellern auszutauschen. „Hinsichtlich der internationalen Vernetzung von Industrieunternehmen, Marinen und wissenschaftlichen Institutionen war die MS&D genau das richtige Forum“, resümierte Stricker.

Mit dem Zuschnitt der Themen traf die MS&D 2012 den maritimen Zeitgeist. Die sich verändernde maritime Umwelt muss weit mehr als bislang in der Öffentlichkeit und in der Politik wahrgenommen werden, bilanzierte Stricker die Diskussionen des ersten Panels. Das zu ändern, sei eine konzertierte Aufgabe aller Beteiligten. Die neuen Herausforderungen, die sich durch ein Ansteigen des Meeresspiegels, veränderte Küstenlinien und veränderte maritime Wirtschaftszonen ergeben, verlangten rechtliche Lösungen, ergänzte Otto. Als ein wichtiges Ergebnis der Konferenz bezeichnete Otto die Auflösung der Grenzen zwischen den Aufgaben von Marinen sowie anderen staatlichen Sicherheitsorganen und zivilen Organisationen, die sich mit Fragen der maritimen Sicherheit befassen. „Die Anforderungen an eine umfassende Sicherheit sind heute sehr viel komplexer“, so Otto.

Dass sich auch die Aussteller des Themenbereichs der MS&D auf der SMM gut aufgehoben fühlten, machen einige Stimmen deutlich. Für Lürssen sei die Integration der MS&D in die SMM 2012 ein wichtiges Argument für die Teilnahme an der führenden Messe der maritimen Wirtschaft gewesen, sagte Jörg Ahrens, Sales Director bei der Bremer Werft, die sowohl für Marineschiffe als auch für große Luxusyachten eine der ersten Adressen ist. „Schon am ersten Messetag hatten wir wichtigen Besuch von Parlamentariern, Staatssekretären und Marinedelegationen“, sagte Ahrens. Auch die Neuaussteller zogen eine positive Bilanz. So Sven Fürus, der mit seiner Firma LexGabinia eine Schutzvorrichtung aus Nato-Draht präsentierte: „Wir hatten eine sehr gute Resonanz.“ Auch Daniel Andersen vom dänischen Sicherheitsberatungsunternehmen Citadel Solutions, das auf der SMM sein Programm an Sicherheits- und Geiselüberlebenstraining vorstellt, hält die Integration der MS&D in die SMM für „sehr gut“. Norbert Kahl, Geschäftsführer des SMM-Neulings Kahl Sicherheit Consulting: „Wir haben ein sehr positives Feedback erhalten. Sogar das brasilianische Militär besuchte uns“, freute sich Kahl. Chairman Stricker zeigte sich sehr zufrieden: „Wir werden diesen erfolgreichen Weg weitergehen, um die MS&D noch besser im Bewusstsein der Branche zu verankern.“ Die nächste MS&D findet im Rahmen der SMM 2014, shipbuilding, machinery & marine technology international trade fair hamburg, 9. bis 12. September statt.

2 Gedanken zu „Maritime Sicherheit Kernthema auf der 25. SMM in Hamburg

  1. Da hat sich ja wohl – wenn man der Berichterstattung Glauben schenken darf – die konstruktive Kritik nach der eher enttäuschenden MS&D in 2011 gelohnt. Auch wenn „Längsseitsgehen in See“ kein einfaches Manöver ist, lohnt es sich, es manchmal durchzuführen.
    Da wünsche ich der SMM und der MS&D in 2014 einen verstetigten Erfolg, damit das Thema Maritime Sicherheit auch in Deutschland fachlich etwas mehr Fahrt aufnimmt.

  2. Professor Bellamy aus Greenwich hat bei seinem Einführungsvortrag zur MS&D über die Bedeutung des Maritimen gesagt: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“ Dies trifft den Kern der Sache besser als „Sea blindness“. Die Bedeutung des Maritimen in allen Facetten aufzuzeigen und immer wieder in die Öffentlichkeit zu tragen, bleibt wohl der Anspruch, zu dem auch der Blog beitragen soll.

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