Haben wir tatsächlich ein maritimes Problem…

…oder ist die Vernachlässigung des Maritimen in Gesellschaft und Politik, besser bekannt als Sea Blindness, nicht doch nur Teil eines ganz anderen Problems? Dazu möchten wir an anderer Stelle nochmal nachdenken, etwas anderes ist uns nämlich auch aufgefallen: Das Maritime mag unterrepträsentiert sein, aber in nicht unwesentlichen Teilen der Gesellschaft ist zumindest ein Grundrest und Grundverständnis geblieben und findet auch seinen Ausdruck – auch wenn der klassische Kieler Matrosenanzug längst ausgedient hat. Dafür hat das Maritime und seine Folklore auch jenseits der Küste seinen Platz!

Im Kölner Karneval ist das Matrosenkostüm, für Sie und Ihn, seit Jahren ein Klassiker bei jungen Menschen und wird während der Session wirklich immer und überall angetroffen. Dabei staunt man auch immer wieder, wie oft einem original Uniformteile der Deutschen Marine begegnen. Bevor der Nichtkarnevalist nun die Nase rümpft: Der Kölner Karneval ist nur zu gut einem Drittel alberne Verballhornung, der Rest ist eine Mischung aus aufrichtiger Zuneigung und entwaffnender Ahnungslosigkeit der Menschen zum jewiligen Thema.

Oder auch dies: Dank der Flensburger Band Santiano wird in Deutschland klassische und moderne Seemanslieder zu neuer Popularität verholfen. Man muss diese Art der Interpretation durch Santiano nicht mögen, Tatsache ist aber, dass sie es in kurzer Zeit geschafft haben, unterschiedliche Generationen anzuziehen. Menschen, die sich nicht in Hörweite eines Shantychor der örtlichen Marinekameradschaft wagen, singen alte Seemannslieder mit. Bekanntlich muss der Köder dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Und der musikalische Köder von Santiano ist meersalzig!

Wir waren immer der Meinung, dass man komplexe Themen – wie das Maritime – nicht nur durch den Kopf sondern auch über die Emotion verständlich machen muss. In diesem Sinne tragen Santiano in unkonventionell nordischer Art dazu bei, „Meer zu verstehen“!

Santiano im Netz

6 Gedanken zu „Haben wir tatsächlich ein maritimes Problem…

  1. mir scheint, wir haben in Deutschland ab einer gewissen Generation eher ein problem in Sachen Rechtschreibung und Grammatik, siehe obiger Artikel….

    • … würde ich im Glashaus sitzen, hätte ich „Problem“ mit großem „P“ geschrieben … woher weiss duhdek eigentlich welcher Generation der Schreiber angehört?

  2. In verschiedenen Blogs und Zeitschriften, die ehrenamtlich gemacht werden, liest man den Hinweis:
    „Wir bieten für jeden etwas – auch für diejenigen, die ständig nach Fehlern suchen!“

  3. Nichts gegen Santiano, aber wenn sich das maritime (Selbst)Verständnis einer Nation auf Karneval & Volksmusik beschränkt, dann gute Nacht Marie!

  4. Wer hat denn gesagt, dass sich das (Selbst)Verständnis einer Nation auf Karneval & Volksmusik beschränkt? Lass Sie mal die Kirche im Dorf.

  5. Hier sollte doch gar nicht mehr gesagt werden, als dass ein paar maritime Grundtöne in der Gesellschaft nicht schaden können. Und das ist sicher richtig,
    findet
    der Segler

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