Es hat nicht sollen sein!

Die Fusion zwischen den beiden deutschen Reedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd kommt nicht zustande. Wir hatten bereits an dieser Stelle und auch hier auf eine mögliche Fusion zwischen den beiden Redeereien sowie einer möglichen Kooperation mit Singapur hingewiesen, nun sind die Verhandlungen geplatzt.

Pressestimmen

„Chance vertan“
Hapag-Lloyd und Hamburg Süd bleiben getrennt
Die beiden großen deutschen Linienreedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd kommen nicht zusammen. Die Fusion hätte die viertgrößte Reederei der Welt hervorgebracht. Damit ist eine große Chance erst einmal verpasst.
[…]
Die Schifffahrtsmärkte sind seit Jahren von Überkapazitäten, niedrigen Frachtraten und hohen Treibstoffkosten geprägt. Die Reedereien schreiben weltweit rote Zahlen. Unter dem Druck der Krise hatten sowohl die Eigner der beiden Unternehmen als auch unabhängige Experten eine Fusion als zukunftsweisende Entscheidung betrachtet. […]
Handelsblatt Online, 25. März 2013

„Hamburg Süd und Hapag-Lloyd fusionieren nicht“
Eine Fusion der beiden großen deutschen Linienreedereien Hapag-Lloyd und Hamburg Süd ist vorerst vom Tisch. Die Verhandlungen über einen Zusammenschluss seien auf Wunsch des Oetker-Konzerns, zu dem Hamburg Süd gehört, eingestellt worden, teilten die Hapag-Lloyd-Gesellschafter gestern Abend mit. Hauptgrund für diese Entscheidung sei, dass beide Eigentümergruppen bislang keine Einigkeit über eine partnerschaftliche Ausgestaltung der Transaktion erzielen konnten. Bei einem Zusammenschluss wäre die viertgrößte Reederei der Welt mit mehr als 250 Containerschiffen und einer Kapazität von mehr als 1 Mio. Teu entstanden. Der Hamburger Senat, einer der Großaktionäre von Hapag-Lloyd, hat enttäuscht auf das Scheitern der Verhandlungen reagiert. Er ist unverändert der Ansicht, dass die angestrebte Fusion für beide Unternehmen eine große Chance sei, ihre Marktpositionen zu stärken, doch beide Reedereien könnten auch allein erfolgreich sein.
DVZ Brief Express vom 25. März 2013

2 Gedanken zu „Es hat nicht sollen sein!

  1. Vorsicht mit der üblichen Hype der Medien. Da es bei diesem Zusammenschluß natürlich auch um die künftige Machtverteilung (u.a eines Michael Kühne) der beiden Reedereien geht, sollte man ein wenig gelassener reagieren.
    So wie sich EADS nach politischer Versenkung der Fusionspläne mit BAE Systems innerhalb weniger Monate berappelt hat und heute ein Tom Enders das Zurückdrängen des politischen Einflusses trotz Ankauf weiterer Aktien durch die Bundesregierung feiern kann, wird auch in Hamburg hinter den Kulissen weiter gearbeitet. Da die Frachtraten in der Containerschifffahrt in den nächsten Jahren wegen des Zulaufs neuer Schiffe auf niedrigem Niveau verharren dürften, wird das Portemonai über Machtspielchen die Oberhand gewinnen.

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