Bund regelt Zulassungsverfahren für private Sicherheitsdienste an Bord

Am 24. April gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi bekannt, dass das Bundeskabinett die Zulassungsverfahren und Regelungen für private Sicherheitsfirmen für den Einsatz auf Schiffen konkretisiert wurden:

„Dazu erklärt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Koordinator der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft, Hans-Joachim Otto: ‚Die Verordnungen machen den Weg frei für den Einsatz offiziell zugelassener privater Sicherheitsunternehmen auf deutschen Seeschiffen. Mit einem geordneten Zulassungsverfahren garantieren wir Rechtssicherheit für die Reeder und schaffen Sicherheit auf See. Dabei übernehmen wir international eine Vorreiterrolle bei der Einführung hoher Standards für die Auswahl von Sicherheitspersonal auf Seeschiffen. Die Zulassungsverordnungen sind ein wichtiger Beitrag der deutschen Bundesregierung zur Stärkung der maritimen Wirtschaft.‘
[…] Die Verordnungen konkretisieren ein am 4. März 2013 in Kraft getretenes Gesetz, mit dem die gewerbe- und waffenrechtlichen Rahmenbedingungen für private bewaffnete Sicherheitsdienste auf hoher See geschaffen wurden.“
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 24. April 2013.

Wir würden gerne von den Betroffenen wissen: Lohnt der Aufwand oder flaggt man besser aus?

4 Gedanken zu „Bund regelt Zulassungsverfahren für private Sicherheitsdienste an Bord

  1. Die Firmen werden nach der Gewerbeordnung zugelassen. Es werden nicht die einzelnen Personen überprüft, d.h. auch nicht deren Wissen und Erfahrung im Umgang mit halbautomatischen Waffen. DEU spielt keine Vorreiterrolle (dafür sind die Briten, Dänen und andere schon zu lange im Geschäft), sondern hebt nur die Schwelle für deutsche Firmen.
    Die Frage nach der Ausflaggung wird schon lange von den Reedern beantwortet: ihre, der Bundesregierung zugesagte Zahl von ca. 650 Schiffen unter deutscher Flagge befindet sich derzeit bereits unter 300 Schiffen. Tendenz weiter fallend.
    Also, viel Aufwand und Geschrei, bisher erkennbar wenig Nutzen für deutsche Sicherheitsfirmen und Reeder.

  2. Private deutsche Sicherheitsfirmen an Bord ? Die haben doch einen so einen schlechten Ruf, das ist ja eine Katastrophe, was da abgeht in diesen Firmen. Die behandeln Ihre Mitarbeiter wie Sklaven. In der Branche herrscht ein Kommen und Gehen. Da würde ich lieber den Zoll oder ähnliches einsetzen, als diese 08/15 Sicherheitsdienste. Und was für ein Stundenlohn springt da wieder bei heraus ? Höchstwahrscheinlich ein Hungerlohn und dafür trägt man dann eine Waffe und setzt sein Leben aufs Spiel denn in der Branche ist ja üblich einen miesen Stundenlohn zu bezahlen.

    • Liebe Frau Bäumann,
      mit diesem Zulassungsverfahren soll genau verhindert werden, dass sich die bekannten schwarzen Schafe bewerben. Diese Regelung ist auch erst geschaffen worden, nachdem sich der Innenminister (Bundespolizei See) und der Verteidigungssminister (Deutsche Marine) außer Stande erklärten, für den ausreichenden Schutz derutsch beflaggter Schiffe zu sorrgen.
      Das Gesschäft mit den privaten Sicherheitsfirmen ist lukrativ, kostet doch eine 5tägige Bewachung eines Schiffes bei dessen Fahrt durch eine Zone hoher Gefährdung den Reeder für ein vier Mann Team $ 100.000.
      Bei den Sicherheitsfirmen in Deutschland geht man davon aus, dass nur drei Firmen in der Lage sind, dieses Zulassungsverfahren erfolgreich zu durchlaufen.

Ihre Meinung zählt!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s