40 Jahre DMI

Die drei Buchstaben DMI spiegeln die Dynamik des Maritimen wider: Über dreißig Jahre standen sie für das Deutsche Marine Institut; seit 2011 stehen sie für das Deutsche Maritime Institut. 1973 haben vorausdenkende Marineoffiziere das DMI gegründet. Der ehemalige stellvertredende Inspekteur der Marine, Flottillenadmiral a.D. Alfred Schumann, hatte als Vorsitzender der alterwürdigen Marineoffizierhilfe (MOH) erkannt, dass es an der Zeit war, maritimes Gedankengut einer vorwiegend kontinental orientierten deutschen Öffentlichkeit näherzubringen. Deshalb stellte er seine Organisation für die Zukunft neu auf: Neben die MOH als soziales Hilfswerk für Marineangehörige traten die kameradschaftliche Marine-Offiziervereinigung (MOV) und das DMI, das Marine- und maritime Fragen durchdenken und öffentlich diskutieren sollte.

An dieser grundsätzlichen Aufgabenstellung hat sich mit der Umbenennung in Deutsches Maritimes Institut nichts geändert. das DMI befasst sich mit bedeutsamen maritimen Ereignissen und Entwicklungen, die Einfluss auf Politik und Strategie haben. Dabei werden die maritimen Aspekte deutscher Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik fundiert und umfassend reflektiert. Es gilt, die maritime Dimension aufzuzeigen, die sich aus der Abhängigkeit Deutschlands von der See und ihren Verbindungslinien ergeben. Funktion und Bedeutung der Marinen im Kontext globaler Sicherheit bilden dabei einen Schwerpunkt.

Das DMI wendet sich nicht nur an die Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien, sondern zunehmend an Meinungsbildende außerhalb des originären maritimen Clusters. Zu diesem Zweck unterhält es Verbindung zu verschiedenen Institutionen. Beispielhaft seien hier die Christian Albrechts Universität zu Kiel, Hamburg Messe und Kongress sowie der Verband Deutscher Reeder (VDR) genannt. Mit dem Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung sowie Geomar – Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel wurde ebenfalls Kontakt aufgenommen, um zukünftig die wissenschaftliche Seite maritimer Themen mehr in den Vordergrund zu rücken.

Das DMI ist nicht nur Herausgeber der Fachzeitschrift MarineForum, sondern ist auch Initiator und Förderer des Internetforums Deutsches Maritimes Kompetenz Netz. Seit April 2012 ist der Blog „Meer verstehen“ aktiv. Abgerundet werden diese Aktivitäten durch Tagungen, Konferenzen und Kolloquien.

Berlin ist das Zentrum deutscher Politik und Strategieentwicklung. Besonders in der Hauptstadt müssen Informationen zur maritimen Dimension ganzheitlich, fakultäts- und ressortübergreifend in den politischen Diskurs eingebracht werden. Zu diesem Zweck veranstaltet das DMI jährlich die Maritime Convention in Berlin. Angesichts der zunehmenden Komplexität der globalen logistischen Ströme, der Herausforderung des Klimawandels für die Seewege, der Bedeutung der Ozeane als Resourcenbasis und der maritimen Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum wird das DMI auch in den kommenden Jahren kompetenter Gesprächspartner für alle sein, die an der Dynamik des Maritimen ein Interesse haben beziehungsweise haben sollten.

Vizeadmiral a.D. Hans-Joachim Stricker, Präsident des DMI
Flottillenadmiral Karsten Schneider, Vorsitzender des DMI

Wir wünschen dem Deutschen Maritimen Institut alles Gute zum 40zigsten!
Der Schritt, das Institut umzubennen und die Herausforderung anzunehmen, das Maritime zu fördern und zu verbreiten, war sicherlich der richtige. Wir bedanken uns an dieser Stelle beim DMI dafür, diesen Blog möglich gemacht und die Diskussion über das Maritime ins Internet getragen zu haben!

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