Sea Blindness – Wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden?


Mit einem Preis sollten die besten Artikel/Arbeiten junger Offiziere bzw. Offiziersanwärter/-innen ausgezeichnet werden, die ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Sichtweisen zu diesem Thema reflektieren und die sich besonders für eine Veröffentlichung im MarineForum eignen.An dem Wettbewerb beteiligten sich Marineoffiziere und Offizieranwärter, deren Beiträge bis zum Einsendeschluss im September beim DMI eingingen. Jurymitglieder (zwei Stabsoffiziere des Marinekommandos und zwei Präsidiumsmitglieder des DMI) bewerteten die Aufsätze. Die Beiträge waren dafür anonymisiert. In Abstimmungsrunden wurden die Preisträger ausgewählt.

Außer Konkurrenz wurde, wie auch im letzten Jahr, ein Aufsatz von Professor Dr. Marcus Albrecht, Hochschule Düsseldorf, Professur für Controlling, eingereicht.

Die Preisträger sind:

 

  • 1. Preis Leutnant zS Patrick Mundstock – 1. Ubootgeschwader, z.Zt Marineschule Mürwik
  • 2. Preis: Oberleutnant zS dR M.A. Helge Adrians – Universität der Bundeswehr München/SNMG 2
  • 3. Preis: Oberleutnant zS M.A. Janine Pirrwitz – Marinekommando Rostock PIZ

Die Preisverleihung an den ersten und dritten Gewinner wurde im Rahmen der „10. Maritime Convention“ am 21. November 2016 in Berlin durch den Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, und den Präsidenten des Deutschen Maritimen Instituts, Vizeadmiral a.D. Hans-Joachim Stricker vorgenommen. Der Preisträger des zweiten Preises befand sich im Einsatz in der Ägäis. Prof Dr. Albrecht erhielt als Anerkennung ein Geschenk.

Der Gewinneraufsatz wird in der Zeitschrift „MarineForum“ abgedruckt.
Wir beginnen heute mit dem 3. Platz, dem Aufsatz von OLt zS M.A. Janine Pirrwitz.
Frau OLt zS M.A. Janine Pirrwitz wurde in Wismar geboren. Sie ist Angehörige der Crew 7/08 und hat an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg ein Studium in Bildungs- und Erziehungswissenschaften mit Master Abschluss absolviert. Nach den Offizier A-Lehrgängen wurde Frau OLt Pirrwitz Sachbearbeiterin im Marinekommando und ist seit Oktober 2015 Dezernentin Öffentlichkeitsarbeit im Presse- und Informationszentrum (PIZ) des Marinekommandos:

“Sea Blindness.

 Wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden?”

 

OLt zS M.A. Pirrwitz, Janine

 

Ich sehe was, was du nicht siehst…

Das Personal der Deutschen Marine macht lediglich neun Prozent der gesamten Streitkräfte aus. Absolut bedeutet dies, dass von den 178.573 aktiven Soldaten 16.268 ihren Dienst in der Marine absolvieren. Zum Vergleich: Das sind weniger Marinesoldaten als Frauen in den Streitkräften insgesamt (19.480 Soldatinnen)[i]. Gleichzeitig stellt die Marine aber circa 35 Prozent des Personals in den Einsätzen der Bundeswehr. Insbesondere für die maritime Teilstreitkraft hat sich die Einsatzverpflichtungen im letzten Jahr fast verdoppelt. Hinzukommen die ständigen Einsatzverbände der NATO. Das Flottenkarussell dreht sich, Einheiten werden direkt von einem Einsatz in den nächsten geschickt, um Lücken zu füllen, dem politischen Willen der Bundesregierung gerecht zu werden und alle Einsatzverpflichtungen gegenüber unseren Bündnispartnern einzuhalten.

Aber keiner sieht es! Schätzungsweise wissen 70 Prozent der deutschen Bevölkerung südlich der Elbe nicht, dass Deutschland eine Marine hat und was die Aufgaben dieser sind. Es ist auch davon auszugehen, dass die sogenannte „Sea Blindness“ auch in den nördlichen Regionen Einzug halten wird: Unsere Häfen sind leer und von außen wirken die Stützpunkte beinahe wie Geisterstädte. Selbstverständlich ist eine Flotte dafür da, zur See zu fahren. Jedoch wie soll ein maritimes Bewusstsein in der Gesellschaft verankert werden, wenn niemand sieht, dass es eine Deutsche Marine gibt?

Die Deutsche Marine ist tagtäglich für die Sicherheit und den Wohlstand in Deutschland im Einsatz, doch die Bevölkerung sieht es nicht. In den Häfen findet man nur noch vereinzelt ein Schiff der Marine und Soldaten[ii] in Marineuniform sind selbst in den nördlicheren Regionen Deutschlands nur selten außerhalb der militärischen Liegenschaft anzutreffen. Wie soll aber das Interesse geweckt werden, wenn die Bevölkerung kaum die Chance hat, einen unverbindlichen Erstkontakt zur Deutschen Marine aufzunehmen.

Und wenn wir ehrlich sind, dann ist Sicherheitspolitik auch nicht unbedingt ein Thema, welches sexy ist oder Begeisterungsstürme auslöst! Eine Vielzahl der Leute interessiert sich nur in geringem Maße für sicherheitspolitische Themen, weshalb auch kaum eine gesellschaftliche Diskussion, zum Beispiel bei den Einsätzen der Bundeswehr, zustande kommt. Die Menschen sind in der modernen Welt des 21. Jahrhunderts mit ihren eigenen Problemen des Alltags beschäftigt und nehmen die Krisen auf der Erde zumeist mit einem freundlichen Desinteresse wahr – außer es betrifft sie persönlich in ihrer Lebensführung. Dieses Phänomen lässt sich gerade bei der Debatte um den Flüchtlingszustrom beobachten.

Im Rahmen dieses Aufsatzes möchte ich auf den veränderten Medienkonsum der Gesellschaft eingehen. Anknüpfend daran sollen mögliche Strategien zur medialen Präsentation der Marine aufgezeigt werden, wenngleich diese nur als Brain-Storming zu verstehen sind.

 

Zapp, Zapp, Zapp

Der rasante Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologien hat die Medienlandschaft seit Mitte der 90er Jahre tief greifend verändert und dieser Trend wird weiter anhalten. Der Konsum von Medien wird immer individueller. Der Konsument abonniert durch Feeds, Blogs und Streams nur noch die Inhalte, die ihn persönlich interessieren. Es wird dementsprechend immer unwahrscheinlicher, dass einzelne Medienbotschaften von vielen Menschen wahrgenommen werden. Die Ausweitung und Aufgliederung des Medienangebotes und die damit einhergehende kaum veränderte Mediennutzung sorgen für Überlastungen beziehungsweise Reizüberflutungen bei den Konsumenten und führen damit auch zu einer erschwerten Ansprache eines Massenpublikums sowie einer Verringerung der Kommunikationswahrscheinlichkeit einer einzelnen „Marine-Nachricht“ und deren Erscheinungsquelle.

Diese Entwicklung ist nicht nur für die Massenmedien existenzbedrohend, sondern stellt auch Unternehmen bei dem sogenannten „Employer Branding“ vor neue Herausforderungen. Daher ist es für die Personalgewinnung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit umso wichtiger ein durchdachtes, strategisches, multimediales Handeln zu beachten. Nicht nur in der klassischen Marketingwelt führt das veränderte Medienkonsumverhalten zu einem Wandel der Strategien. Diese Tatsache gilt auch für Employer Brands. Personalmarketing, das auf klassische Methoden setzt, erreicht die Kandidaten längst nicht mehr und wirkt im schlimmsten Fall sogar unglaubwürdig. Die Bewerber von heute wünschen einen direkten Draht zum Arbeitgeber. Sie möchten erfahren, wie die Menschen aussehen, die dort arbeiten.

Die zentrale Frage ist jedoch, ob es gelingen kann ein Employer Brand für die gesamte Bundeswehr zusetzen oder ob es nicht sinnvoller wäre, dies in die Organisationsbereiche zurückzugeben. Denn letztendlich ist das Selbstverständnis eines Marinesoldaten doch ein etwas anderes als das eines Heeressoldaten und die Zentralisierung der Werbemaßnahmen ist bisher wenig erfolgreich. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Gratispostkarten zum Tag der Bundeswehr. Im Auftrag des Werbekunden druckt ein Unternehmen eigentlich originelle Sprüche oder Motive auf Karten, die vor allem in Kneipen und Restaurants gratis ausgelegt werden. So erreicht man eine junge Zielgruppe, die man über herkömmliche Werbung in Radio und Fernsehen nicht mehr so gut ansprechen kann. Die Strategie mit den Gratispostkarten ist schlicht: Die Werbung sieht auf den ersten Blick gar nicht aus wie Werbung. Ein cooler Spruch oder ein witziges Bild bringen Menschen dazu, die Karte aufzuheben und sogar zu sammeln. 75 Prozent aller Befragten im Alter von 17 bis 49 Jahren sympathisieren mit den Gratispostkarten.[iii] Die Karten haben für manche längst Kultstatus. Geht man durch die Büros in militärischen Liegenschaften, findet man immer wieder solche Postkarten mit Sprüchen wie „Angrill-Amateur“ oder „Eventuell muss man irgendwann aufhören, den ganzen Tag politisch engagiert auf dem Sofa zu sitzen“. Bisher habe ich jedoch noch nie gesehen, dass sich jemand die Postkarte „60 Jahre in bester Gesellschaft“ an seine Pinnwand im Büro gehängt hat. Die Kraft der Wörter ist nicht zu unterschätzen! Jedoch muss man hierfür spezifischer werden. Für die Marine könnten Aufdrucke wie „Heulboje“, „Leichtmatrose“ oder „Landratte“ verwendbar sein. Auf die Rückseite würde dann eine kurze Erklärung folgen und die Platzierungen der Kernbotschaft.

Weiterhin ist der Internetauftritt der Marine veraltet und langweilig. Das programmierte Layout bietet kaum Möglichkeiten die Inhalte interessant und modern zu präsentieren. Auch die Suchfunktion ist nicht bedienerfreundlich, da hier die gängigen Suchoperationen, die bei Internetrecherchen angewendet werden, nur teilweise funktionieren. Durch die fehlende intuitive Handhabung des Internetauftritts bietet die Webpage wenig Anreize sich mit den Inhalten der Seite regelmäßig auseinanderzusetzen. Meiner Meinung nach muss ein modernes Programm zur Darstellung der Marine-Internetseite beschafft werden. Der Artikel der BILD oder der Berliner Zeitung aus dem Januar 2016 wäre hierfür ein guter Anhalt. Neben Fotos, Texten und Schaubildern konnte der User auch einen interaktiven Rundgang an Bord des Einsatzgruppenversorgers machen und sich kurze Videos zu den verlinkten Stationen ansehen.

Außerdem wäre zu überdenken, ob nicht eine App implementiert werden sollte, bei der unteranderem die Inhalte der Seite auch auf mobilen Geräten abgerufen werden können. Grund hierfür ist, dass viele junge Menschen keinen Computer oder Laptop mehr haben, sondern ausschließlich Tablets oder Smartphones nutzen um sich zu informieren. Gleichzeitig könnte ein Eventkalender für alle Marine-Ereignisse, zum Beispiel Kieler Woche oder Reportagen im Fernsehen, eingefügt werden.

Um den direkten Draht zu den Menschen zu haben, wäre auch eine Chatfunktion eine Überlegung wert. Hierbei können sich aktive Soldaten und interessierte Bürger direkt austauschen. Auch eine Anmeldung zu einem exklusiven Bereich für aktive Soldaten über die Personalnummer beispielsweise wäre denkbar, sodass sich die Soldaten auch über aktuelle Themen in der Truppe austauschen können. Dieses Tool wäre beispielsweise bei der Kommunikation der Soldatenarbeitszeitverordnung hilfreich gewesen.

 

Drama Baby

Die Marine ist durch ihre Personalwerbetrupps, sicherheitspolitischen Seminare Marine und die mobilen Mittel gut aufgestellt, um auch die Kernbotschaften ins Binnenland zu transportieren. Scheinbar ist dies aber nicht ausreichend. Dieser Umstand wundert mich jedoch nicht, denn bei Wörtern wie „Konfliktverhütung“ oder „Krisenbewältigung“ stellen sich bei den meisten Menschen schon die Nackenhaare zu berge. Ich behaupte sogar, wenn man auf der Straße eine Umfrage machen würde, dann könnten weniger als 10 Prozent der deutschen Bevölkerung diese zwei Wörter erklären und voneinander abgrenzen. Der durchschnittliche Bürger kann mit solchen Begrifflichkeiten nichts anfangen, weil diese auch nicht zu dessen täglichem Sprachgebrauch gehören. Im Rahmen des Marketings gibt es die Regel, dass alles, was nach außen kommuniziert wird, in der Sprache des Empfängers zu erfolgen hat. Fast jede Broschüre der Bundeswehr beinhaltet aber solche militärischen Wortkonstrukte, die wahrscheinlich auch kaum jemand von den aktiven Soldaten in seiner Freizeit verwendet. Erste Priorität ist hier nicht die militärische Richtigkeit, sondern es sollte die Verständlichkeit im Vordergrund stehen. Zusammenfassend bedeutet dies, dass ich die Botschaft, welche ich vermitteln will, zunächst auf die Lebenswelt des Empfängers herunterbrechen muss, damit dieser auch versteht, dass maritime Abhängigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland auch ihn persönlich betrifft. Außerdem sollten wir es mit der militärischen Korrektheit bei der externen Kommunikation nicht immer ganz genau nehmen, sondern eher die Kraft der Worte nutzen!

In einer Zeit, in der jeder unter Zeitmangel steht, beschäftigt man sich nur mit den Themen, die besonders wichtig sind oder einen persönlich reizen – egal ob positiv oder negativ. Für die leicht verdaulichen, aber unverständlichen Botschaften, welche wir im Moment senden, interessiert sich einfach keiner weitergehend, weil sich kaum jemand persönlich betroffen fühlt. Wenn das Ziel sein soll, dass die Bevölkerung mit uns in den Dialog tritt, dann muss man auch mal den Mut aufbringen, etwas zu provozieren oder zu polarisieren. Das Interesse des Zuhörers muss geweckt werden und erst dann kann eine Diskussion entstehen, um die Bedeutung der Marine für Deutschland darzulegen. Und das ist es ja, was wir uns als Deutsche Marine wünschen! Fazit: „Drama, Drama und mehr Drama Baby!“

 

Muss der Prophet eben doch zum Berg kommen

Durch die Informationsbreite und –vielfalt, die jeder ausgesetzt ist, bleibt der Marine nichts anderes übrig als dorthin zu gehen, wo die Bevölkerung auch ist. Die Royal Navy hat dieses Vorgehen bereits perfektioniert: Mit einem Standardvortrag bereisen Vertreter das Land und stellen die Bedeutung der Marine sowie die Aufgaben bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen dar. Hierdurch wird versucht eine Vielzahl von Multiplikatoren zu generieren und so die Kernbotschaften der Royal Navy in die Bevölkerung zu tragen. Diese Herangehensweise ist aktiv und holt die Menschen dort ab, wo sie sich gerade befinden. Wir müssen aufhören zu hoffen, dass die Bevölkerung auf uns zukommt (z.B. Tag der offenen Tür), sondern wir müssen aktiv auf die Menschen zugehen! Das bedeutet, dass der Prophet eben doch zum Berg kommen muss!

Die vielen öffentlichen Veranstaltungen und Großevents (z.B. Kieler Woche usw.) sind ein guter Anfang, aber wer in den Köpfen der Menschen bleiben will, muss überraschen. Eine Idee könnte sein, dass man im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit eine Kooperation mit einer Lebensmittelkette (z.B. Lidl, Aldi o.ä.) eingeht und einen Informationstag ausgestaltet. Hierzu könnten an den Preisaushang von einigen Lebensmitteln blaue Informationsschilder angebracht werden, mit der Herkunft der Produkte. Beispielsweise bei Äpfeln – „Sizilien – kommen über das Meer zu Ihnen“ oder Nordseekrabben „Marokko – werden dort gepult, bevor sie wieder über den Seeweg zurück zu uns kommen“. Natürlich müssten vorher die Markenrechte an gewissen Produkten überprüft werden, jedoch gibt es gerade im Discountbereich genug Produkte, die der Discounter selbst mit dem Hinweis der Herkunft in ihren Prospekten versehen hat.

Weiterhin würde man dann auf den Parkplatz des jeweiligen Lebensmittelgeschäftes einen Informationsstand betreiben. So könnte man die Kunden unverbindlich nach ihrem Einkauf fragen, ob ihnen etwas aufgefallen sei und Informationsbroschüren zum Thema „Maritime Abhängigkeit“ verteilen. Die Vorteile einer solchen Vorgehensweise liegen auf der Hand: das Geschäft wird nicht in seinen betrieblichen Abläufen gestört, die Bevölkerung wird gezielt in einer Situation, die sie selbst berührt, mit Sicherheitspolitik konfrontiert und zu guter Letzt, ist dieses Konzept deutschlandweit anwendbar, sodass eine sehr große Reichweite erzielt werden kann.

 

[…] und das ist…

Dieser Aufsatz begann mit: „Ich sehe was, was du nicht siehst“, zeigte Schwierigkeiten bei der Platzierung von Botschaften auf, ging weiter zu der manchmal doch unverständlichen militärischen Ausdrucksweise in der Kommunikation nach außen und behandelte schließlich Strategien, um die Bevölkerung auf die Marine aufmerksam zu machen. Ich möchte diese Ausführungen nun mit dem eingangs genutzten Kinderspiel auch wieder beenden und somit eine Möglichkeit eines Werbeslogans[iv] aufzeigen, welcher die Einleitung sein könnte, um einen maritimen Erzählfaden zu spinnen, die „Sea Blindness“ in der Bevölkerung zu verkleinern und das Interesse an einer tiefergehenden Beschäftigung mit Themen rund um die Marine gesteigert werden soll.

 

Ich sehe was, was du nicht siehst…

Ich bin 365 Tage im Jahr für dich im Einsatz. Dafür bin ich an mehreren Orten weltweit für dich unterwegs.

Ich helfe Menschen in Not – auch in deinem Namen.

Ich gehe dorthin, wo es brennzlich wird, damit du in Sicherheit die Dinge tun kannst, die dir wichtig sind.

Ich schütze die Seewege vor Kriminellen, damit auch dein neues Spielzeug bei dir ankommt.

Ich sorge dafür, dass unsere Meere nicht verschmutzt werden, sodass auch deine nächste Generation die Schönheit unserer Erde genießen kann.

Ich bin deine Marine im Einsatz.

MEER. FÜR. DICH.

[i] Stärke: Militärisches Personal der Bundeswehr (Stand: 17.02.2016)

[ii] Im Weiteren schließt Soldat auch die weiblichen Angehörigen der Streitkräfte ein, um eine bessere Lesbarkeit zu erzielen

[iii] die der Mediaagentur It Works von 2004

[iv] für Radio, Fernsehen, Printmedien nutzbar

3 Gedanken zu „Sea Blindness – Wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden?

  1. Klasse, was haben wir für kluge Leute in der Marine! Und das war „nur“ die drittbeste Arbeit. Macht gespannt auf die beiden anderen. Zum Thema „70% der Bevölkerung wissen gar nicht dass es eine Marine gibt, bei leeren Stützpunkten und Häfen“: Es gibt Marinen, die halten jährlich bei „Kaiserwetter“ dicht unter der Küste Flottenparaden ab, nicht um Admirale zu erfreuen, sondern um tausende von Bürgern auf den teilnehmenden Einheiten an Bord mitzunehmen. Am Abend danach erfährt die Bevölkerung um ganzen Land im Tagesschau-Aequivalent davon.

  2. Dem Ausruf meines Vorredners „Klasse“ kann ich mich nur anschließen und mich mit ihm auf die nächsten Aufsätze freuen! Ich glaube allerdings nicht, die die Autorin mit modernen Medienkampagnen Flottenparaden gemeint hat. Wie schon jüngst in einer vorhergehenden Diskussion angemerkt, war die Flottenparade aus Anlass von 200 Jahren Trafalgar als großes Spektakel gegen die in Großbritannien festgestellte Sea Blindness – die haben den Begriff damals geprägt! – gedacht. Das Ergebnis war frustrierend, und wie soll das erst bei uns werden, wo wir höchsten Republikwetter hinbekommen …

    Spaß beiseite, bei aller Kritik an der Werbung der Bundeswehr muss man feststellen, dass die Bewerberzahlen insgesamt sehr hoch sind. Das gilt jedoch nicht für Mangelberufe wie IT und einige andere und für bestimmte Aufgaben, wie etwa Seedienst. Insofern hat die Autorin recht, dass es dafür einen dezentralisierten Ansatz geben muss. Diese Forderung ist durchaus nicht neu, stößt jedoch offensichtlich in einer auf Zentralisierung fixierten Bundeswehr bisher auf taube Ohren.

    Das Thema Sea Blindness betrifft allerdings nicht nur die Personalwerbung der Marine. Es fehlt grundsätzlich am Verständnis für die Bedeutung des Maritimen für unsere Politik, Wirtschaft, Sicherheit und Gesellschaft. Die Sprache, mit der man Interesse für das Thema weckt, ist in der Tat nicht auf der Internetseite der Marine zu finden. „Meer für Dich“ war besser, obwohl oder gerade weil sich viele darüber aufgeregt haben. Jetzt ist etwas Neues gefragt, und Frau Pirrwitz hat einige Ideen in den Raum gestellt.

    Danke dafür

    sagt
    der Segler

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