50 Bücher für den Erfolg

Haben Sie schon Ihre Urlaubskoffer gepackt und sich die 50 (Fünfzig!) wichtigsten Bücher für die entspannte Lektüre am Strand oder in den Bergen eingepackt?  Wie gut, dass es Bücher über Bücher gibt; lassen Sie also andere für Sie lesen. James Stavridis, 12. Dekan der Fletcher School of Law and Diplomacy, und ehemaliger Oberbefehlshaber der U.S. Streitkräfte in Europa, geht der Frage nach, ob man als „Leader“ geboren würde oder gemacht werde. Auch wenn er darauf keine abschließende und umfassende Antwort gibt, konstatiert er doch, dass Bildung für einen Menschen in leitender Funktion nicht schaden könne und dass Lesen von Büchern und die Reflektion über das Gelesene ein Lernprozess sei, der den Leser beruflich und auch privat in die richtige Richtung bringe.

In den vergangenen Jahren führte Stavridis rund 200 Interviews mit 100 U.S. amerikanischen Generalen und Admiralen und fragte nach der wichtigsten Lektüre der Viersterner. Heraus kam „The Leader’s Bookshelf“ (Erhältlich u.a. hier), ein Buch über die 50 Bücher, von denen die amerikanische militärische Führung behauptet, sie seien für ihre Karriere und ihre Führungsqualitäten prägend gewesen.

The Leader’s Bookshelf stellt in 50 Beiträgen jeweils eine knappe Begründung dessen voran, warum ein bestimmtes Buch lesenswert ist. Gefolgt von einer Vita des Autors und einer Beschreibung der Buchinhalte und ausgewählten Zitaten liefert jedes Kapitel auch „leadership lessons“, letztlich also die Begründung dafür, warum der das Buch empfehlende als (militärischer) Führer das Buch gelesen haben muss und was es ihm bedeutet.

Vorgestellt werden Sachbücher und auch Romane. Interessant zu lesen ist das Buch nicht nur wegen der Kurzinhalte der erwähnten Bücher sondern auch wegen der dahinter stehenden Ratio. Ehrlich gesagt, habe ich in meiner Jugend das Buch „Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee nicht unter dem Aspekt der Lehren für einen (militärischen) Führer betrachtet; das dreibändige Bürgerkriegs-Epos von Jeff Shaara, „Gods and Gernerals“ schon eher. Natürlich dürfen Clausewitz mit „Vom Kriege“ und Sun Tzu mit „Die Kunst des Krieges“ nicht fehlen.

Mit größtem Vergnügen habe ich den Abschnitt über das Buch „The 7 Habits of Highly Effective People“ (Die sieben Eigenschaften höchst erfolgreicher Leute, in Deutsch unter dem Titel „Die sieben Wege zur Effektivität“ erschienen) des amerikanischen Autors, Unternehmers und Erziehers Stephen Covey gelesen. Dieses Buch zählt zu den einflussreichsten Wirtschaftsratgebern der letzten 100 Jahre. Corvey teilt uns die Erkenntnis mit, dass die meisten Menschen nicht zuhören, um etwas zu verstehen, sondern weil sie lediglich ein Bedürfnis zum Antworten hätten. Ein Blick auf das politische Geschehen in der Welt verleitet uns zu einer weiteren Erkenntnis: so manch einer antwortet, ohne gefragt worden zu sein …

Würden Sie mich nach einer kurzweiligen und lehrreichen Urlaubslektüre fragten, ich würde Ihnen „The Leader’s Bookshelf“ empfehlen, auch wenn Sie vielleicht nicht (mehr) an Ihren Führungsqualitäten arbeiten müssen.

 

 

4 Gedanken zu „50 Bücher für den Erfolg

  1. So interessant die vorgestellten Bücher sind, scheinen sie als Adressaten militärische Führer anzusprechen. McKinsey hat soeben eine Leseliste 2017 von führenden CEOs veröffentlicht, die kaum mit der Leseliste von Stavridis in Einklang zu bringen ist. Was tun?

    • Naja, vielleicht kann man auch als Zivilist was von militärischen Führern lernen. Die Vermutung liegt nahe, weil McKinsey auch Sir Nick befragt hat. Übrigens hat Bill Gates neulich auf SPON die fünf Bücher vorgestellt, die ihn am meisten beeinflusst haben. Was aber nicht heißen soll, dass man als Militär zehn mal so viel lesen muss, um erfolgreich zu sein. Leseempfehlungen sind sowieso nur ein Teil des Ganzen, es bedarf auch an fruchtbarem Boden, damit die Saat aufgehen kann.

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