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Zehn maritime Fragen an die Zukunft

Die lebende Generation kann sich nicht entsinnen, jemals so schnell Gewissheiten schwinden zu sehen, wie wir das in den vergangenen Jahren erlebt haben. Dies geht einher mit neuen politischen, gesellschaftlichen und technischen Trends, deren Folgen niemand abschätzen kann. Die Themen Digitalisierung, Cyber und Klima sind aus der maritimen Welt genauso wenig wegzudenken, wie aus der aktuellen politischen Diskussion. „Meer verstehen“ stellt zehn Fragen zur Sicherheit auf See in den Raum, um die Diskussion anzuregen:

7. Maritimes Kolloquium – „Zum Glück ist er auf unserer Seite!“

Der Einladung des Deutschen Maritimen Instituts (DMI) zum 7. Maritimen Kolloquium am 18. Juni unter dem Leitthema „Maritime Innovation & Digitalisierung“ in Wilhelmshaven folgten rund 80 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Marine. Die gemeinsam von DMI, griephan, Deutschem Marinebund und Einsatzflottille 2 ausgerichtete Veranstaltung wurde auch von der Stadt Wilhelmshaven freundlich unterstützt. Bei maritimer Atmosphäre im ATLANTIC Hotel war dies eine gute Gelegenheit sich wieder einmal mit alten Bekannten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Der Präsident des DMI, Vizeadmiral a.D. Hans-Joachim Stricker begrüßte die Gäste und gratulierte dem Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven Andreas Wagner zum 150. Geburtstag … Weiterlesen

„Germany’s military maneuvers“

Zum 30. Jahrestages des Tian’anmen-Massakers am 4. Juni erlangt der folgende Beitrag in der europäischen Online-Ausgabe von Politico unsere Aufmerksamkeit, den wir an dieser Stelle ausnahmweise vollständig und unkommentiert wiedergeben möchten (Hervorhebungen meer verstehen): Germany’s military maneuvers By John Vinocur (05.06.19) Officials contemplate sending a warship through the Taiwan Strait. Germany is considering a break from decades of military non-confrontation. High ranking officials are contemplating sending a warship through the Taiwan Strait — joining the United States and France in challenging Beijing’s claims to what the West regards as an international waterway. If Chancellor Angela Merkel’s government actually goes ahead, … Weiterlesen

Europawahl 2019: Die Programme

Es ist mittlerweile gute Traditon geworden, dass Meer Verstehen bei anstehenden Wahlen die Programme der relevanten Parteien auf maritime Stichwörter durchsucht und  die entsprechenden Passagen herausfiltert. Wir betrachten mit Blick auf die Europawahl am 26. Mai 2019 die Programme der vier Parteien, die wir unter einem gemeinsamen Verfassungsbogen verorten:

Buchbesprechung: Die Zukunft ist asiatisch!

Am 05.03.2019 titelt Die WELT: China ist auf dem Weg zur Militär-Supermacht. Am 06.03.2019 titelt Gabor Steingart in seinem Morning Briefing: China: Vorsprung durch Panik. Und am gleichen Tag verkünden die Medien, dass Italien Chinas One Belt, One Road Initiative beitreten werde. Und am gleichen Tag vernehmen wir aus der U.S. amerikanischen Administration, dass der Handelsstreit und damit auch Handelskrieg zwischen den USA und der VR China bald beigelegt sein dürfte. Da parallel u.a. die Wirtschaftsdaten von Indien und Indonesien steil nach oben gehen, sollte man die Verengung auf China und eine wahrscheinliche militärische Auseinandersetzung mit den USA (Falle des … Weiterlesen

Querschüsse – Querdenken – Kurswechsel?

Wir haben den Beitrag zur 59. Historisch-Taktischen Tagung der Marine im aktuellen MarineForum aufmerksam gelesen. Vor allem der Bezug auf den Vortrag „Querschüsse – Querdenken – Kurswechsel: Die Sylter Flotte des Jimmy Mann“ hat unser Interesse geweckt: „Vizeadmiral Hans-Joachim Mann nahm 1991 zu Beginn seiner Verwendung als achter Inspekteur der Marine eine entscheidende Kursänderung vor, die als „Sylter Flotte“ bekannt wurde. Das fiel in eine Zeit verteidigungspolitischer Orientierungslosigkeit und man warf Admiral Mann oft vor: ‚Du bist zu schnell.‘ … Das führte zu lebhaften Diskussionen von Tagungsteilnehmern aus den ersten Reihen, die damals als Zeitzeugen an diesen Vorgängen beteiligt waren … Weiterlesen

25 Jahre nach Mogadischu – was bleibt?

In diesen Tagen ist es 25 Jahre her, dass die Marine den Deutschen Unterstützungsverband Somalia aus Mogadischu evakuierte. Dieser Heeresverband hatte zuvor die Operation UNOSOM II der Vereinten Nationen in Somalia unterstützt. Für das Heer war es der erste große Auslandseinsatz gewesen, der abrupt zu Ende ging, als sich die USA überstürzt aus der Operation zurückzogen und die deutschen Truppen auf sich allein gestellt zurückblieben. Die Umstände der daraufhin folgenden Evakuierungsoperation Southern Cross sind seinerzeit umfänglich diskutiert worden. Wenn man das allerdings heute nachlesen will, findet man im Netz nur einen einzigen Wikipedia-Artikel (https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Southern_Cross), der auf den Berichten des seinerzeitigen … Weiterlesen

Buchbesprechung – Red Star over the Pacific

Wohin entwickelt sich China? Wird China zum Konkurrenten auf den Meeren? Nicht erst seit den Entwicklungen und Zwischenfällen im Südchinesischen Meer fragen gerade westliche Politiker und Experten, ob die Entwicklung Chinas zu einer maritimen Großmacht zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den USA und der U.S. Navy im pazifischen Raum führt. Begriffe wie Anti Access/Area Denial (A2/AD), Thykidides Falle, aber auch Hybride Seekriegsführung und Auseinandersetzungen in der „Grey Zone“ bestimmen seit Jahren die amerikanischen Diskussionen zu einer notwendigen Anpassung der maritimen Strategie. Dabei lag und liegt der Schwerpunkt auf einem Vergleich der jeweiligen Kriegsmarinen und ihrer strategischen, operativen und taktischen Möglichkeiten. … Weiterlesen

Wieviel Gorch Fock bleibt?

Wenn sich die Verteidigungsministerin „große Sorgen um die Gorch Fock“ (Rheinische Post) macht, dann muss man sich in der Tat sorgen. Der am Donnerstag verhängte Ausgabestopp beruht auf einer, kaum nachvollziehbaren, Kostenexplosion. Ursprünglich mit zehn Mio EUR veranschlagt, liegen die Kosten für die Überholung aktuell bei 135 Mio EUR, wovon knapp 70 Mio EUR bereits geflossen sind. Diese Dimension der Kostensteigerung hat selbst die Elbphilharmonie nicht erreicht!

Maritime Fragen an die Denkfabrik

Am vergangenen Wochenende hat die Verteidigungsministerin bei einem großen Auftritt an der Hamburger Bundeswehruniversität die neue Denkfabrik der Bundeswehr aus der Taufe gehoben. Das Gemeinschaftsprojekt der Führungsakademie und der Helmut-Schmidt-Universität soll unter dem Namen „German Institute for Defence and Strategic Studies“ (GIDS) einen Beitrag zur Strategiefähigkeit der Bundeswehr und der Bundesregierung als Ganzes leisten, wie es die Ministerin ausdrückte. Meer verstehen teilt die Auffassung der Gründer dieses Instituts, dass es in Deutschland ein erhebliches Defizit an strategischem Denken gibt. Es hofft, dass das GIDS einen Beitrag leisten kann, diese Lücke zu füllen.

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