Zehn maritime Fragen an die Zukunft


Die lebende Generation kann sich nicht entsinnen, jemals so schnell Gewissheiten schwinden zu sehen, wie wir das in den vergangenen Jahren erlebt haben. Dies geht einher mit neuen politischen, gesellschaftlichen und technischen Trends, deren Folgen niemand abschätzen kann. Die Themen Digitalisierung, Cyber und Klima sind aus der maritimen Welt genauso wenig wegzudenken, wie aus der aktuellen politischen Diskussion.

„Meer verstehen“ stellt zehn Fragen zur Sicherheit auf See in den Raum, um die Diskussion anzuregen: Weiterlesen

7. Maritimes Kolloquium – „Zum Glück ist er auf unserer Seite!“


Der Einladung des Deutschen Maritimen Instituts (DMI) zum 7. Maritimen Kolloquium am 18. Juni unter dem Leitthema „Maritime Innovation & Digitalisierung“ in Wilhelmshaven folgten rund 80 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Marine. Die gemeinsam von DMI, griephan, Deutschem Marinebund und Einsatzflottille 2 ausgerichtete Veranstaltung wurde auch von der Stadt Wilhelmshaven freundlich unterstützt. Bei maritimer Atmosphäre im ATLANTIC Hotel war dies eine gute Gelegenheit sich wieder einmal mit alten Bekannten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Der Präsident des DMI, Vizeadmiral a.D. Hans-Joachim Stricker begrüßte die Gäste und gratulierte dem Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven Andreas Wagner zum 150. Geburtstag – natürlich nicht seinem eigenen, sondern dem der Stadt. Und der Lacher zu diesem sprachlichen Spaß bewies gleich zu Beginn, dass dies ein entspanntes Treffen unter Freunden war. Flottillenadmiral Ralf Kuchler, Kommandeur der Einsatzflottille 2, nahm sich des Themas mit dem Hinweis an, dass die Digitalisierung der Marine im Grunde mit der Indienststellung der ersten Rechnerschiffe der Marine, nämlich der Zerstörer der LÜTJENS-Klasse bereits vor 50 Jahren begonnen habe und spannte den Bogen bis zur Fregatte 125, dessen Typschiff „Baden-Württemberg“ tags zuvor feierlich in Dienst gestellt worden war. Weiterlesen

Querschüsse – Querdenken – Kurswechsel?


Wir haben den Beitrag zur 59. Historisch-Taktischen Tagung der Marine im aktuellen MarineForum aufmerksam gelesen. Vor allem der Bezug auf den Vortrag „Querschüsse – Querdenken – Kurswechsel: Die Sylter Flotte des Jimmy Mann“ hat unser Interesse geweckt:

„Vizeadmiral Hans-Joachim Mann nahm 1991 zu Beginn seiner Verwendung als achter Inspekteur der Marine eine entscheidende Kursänderung vor, die als „Sylter Flotte“ bekannt wurde. Das fiel in eine Zeit verteidigungspolitischer Orientierungslosigkeit und man warf Admiral Mann oft vor: ‚Du bist zu schnell.‘ … Das führte zu lebhaften Diskussionen von Tagungsteilnehmern aus den ersten Reihen, die damals als Zeitzeugen an diesen Vorgängen beteiligt waren oder sie miterlebt hatten.“ Weiterlesen

25 Jahre nach Mogadischu – was bleibt?


In diesen Tagen ist es 25 Jahre her, dass die Marine den Deutschen Unterstützungsverband Somalia aus Mogadischu evakuierte. Dieser Heeresverband hatte zuvor die Operation UNOSOM II der Vereinten Nationen in Somalia unterstützt.

Für das Heer war es der erste große Auslandseinsatz gewesen, der abrupt zu Ende ging, als sich die USA überstürzt aus der Operation zurückzogen und die deutschen Truppen auf sich allein gestellt zurückblieben.

Die Umstände der daraufhin folgenden Evakuierungsoperation Southern Cross sind seinerzeit umfänglich diskutiert worden. Wenn man das allerdings heute nachlesen will, findet man im Netz nur einen einzigen Wikipedia-Artikel (https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Southern_Cross), der auf den Berichten des seinerzeitigen Marine-Verbandsführers fußt. Längst ist diese Operation in Vergessenheit geraten, überschattet von neueren Einsätzen und seit wenigen Jahren von der Rückbesinnung auf Landes- und Bündnisverteidigung. Weiterlesen