Doppelhüllentanker für die Deutsche Marine?


Die Große Koalition hat im Verteidigungsausschuss folgenden Antrag eingebracht – interessant ist die Begründung: Deutschland ist ein Hochtechnologieland!

Doppelhüllentanker

Das BMVg wird gebeten zu prüfen, ob eine marktverfügbare Lösung zur Beschaffung von zwei Doppelhüllentankern in ähnliche Leistungsparametern wie die bisherigen Einhüllentanker „Rhön“ und „Spessart“ zeitnah realisiert werden können.

Begründung:

  • Deutschland ist Hochtechnologieland. Daher ist es aus Umweltschutzgründen nicht länger als unabdingbar militärisch notwendig akzeptabel, dass die Deutsche Marine Einhüllentanker weiter nutzt. Ein Leck in einem Hafen oder auf hoher See wäre mit negativen Schlagzeilen für das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland verbunden – auch als Wirtschaftsnation.
  • Die beiden Tanker der Deutschen Marine haben einen hervorragenden Dienst geleistet und diese Fähigkeit stellt bei Missionen der NATO und EU stets einen Engpass und eine besonders gefragte Fähigkeit dar. Daher sollte es aus unserer Sicht nur zu einem Ersatz alt gegen neu kommen. Eine Aussonderung ohne sofortige Ersatzgestellung ist aus operativer Sicht nicht akzeptabel.

Zur Bundestagswahl September 2013: Maritimer Faktencheck


Am 22. September wird der 18. Deutsche Bundestag gewählt. Wie vor der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar diesen Jahres haben wir die Wahlprogramme der Parteien auf mögliche maritime Inhalte abgeklopft. Das Ergebnis im Januar war durchwachsen, zwar formulierten alle Parteien Positionen zu lokalen maritimen Themen, aber „[…] keine der aufgelisteten Positionen [schaffte es] an prominente Stelle in deren Wahlprogramm oder auch nur auf die Homepage […]. Im Wahl-O-Mat, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung und gedacht als vergleichendes Informationsangebot, findet sich unter 38 Thesen eine einzige mit maritimen Bezug.“

Nach dem TV-Duell folgt nun der Maritime Faktencheck! Weiterlesen

„Deutschlands maritime Sicherheit erfordert auch Engagement an Land in Somalia“


An dieser Stelle möchten wir eine Beitragsserie eröffnen – wir haben Menschen aus dem öffentlichen Leben Deutschlands gebeten, ihre Meinung zu einem Thema ihrer Wahl unter dem Leitmotiv „Die maritime Dimension Deutschlands“ mit uns zu teilen. Den Anfang macht Dr. Rainer Stinner, MdB und Außenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, er beleuchtet Deutschlands Sicherheit und Engagement vor der somalischen Küste und dem anhaltenden Piraterieproblem. Was taugt die neue Strategie, die Ausrüstung der Piraten auch an Land zu zerstören? Wer sind die Hintermänner? Sind die bisher getroffenen politischen Maßnahmen erfolgreich? Kann es Verantwortung ohne entschloßenes Zupacken geben? Dr. Stinner hat exklusiv für Meer Verstehen einen Kommentar verfasst, der die Lösung der Problematik vornehmlich an Land sieht:

Deutschlands maritime Sicherheit erfordert auch Engagement an Land in Somalia

Für die deutsche Wirtschaft hat das Meer eine entscheidende Bedeutung als Transportweg. Ungefähr die Hälfte unseres außereuropäischen Außenhandels wird über See transportiert. Das entspricht einem Warenwert von ca. 335 Milliarden Euro. Die anhaltende Gefährdung der Schifffahrt durch Piraten vor Somalia ist daher ein ernstes Weiterlesen