Sea Blindness – Wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden


von Patrick Mundstock, dem Gewinner unseres Ausatzwettbewerbes:

Mehr als 95 Prozent des weltweiten internationalen Handels verläuft über die Meere und Ozeane dieser Erde. Auf ihnen sind jedes Jahr rund 47.000 Handelsschiffe aus aller Welt unterwegs und transportieren ca. sieben Milliarden Tonnen Wirtschaftsgüter, Tendenz steigend. Immer größer, immer schneller und immer mehr lautet dabei die Devise der Reedereien. Die Häfen werden gigantischer und das Handelsvolumen wächst jedes Jahr. Somit ist die Prosperität nahezu jeder wirtschaftlich handelnden Nation im besonderen Maße von maritimer Sicherheitspolitik abhängig. Und dennoch sieht sich maritime Sicherheit einer so weitreichenden Problematik gegenüber, dass ihr mittlerweile sogar internationale Organisationen wie die Europäische Union und die Vereinten Nationen vollste Aufmerksamkeit zukommen lassen – „Sea Blindness“ in den Köpfen der Bevölkerung. Weiterlesen

Sea Blindness (Teil 2)


des Aufsatzwettbewerbs des DMI zum Thema Sea Blindness – wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden, von Helge Adrians, M.A., Oberleutnant zur See der Reserve

Prolog

Im vergangenen Jahr hat die Anzahl an Menschen, die ohne Registrierung in die Europäische Union (EU) eingereist sind, einen neuen Höchststand erreicht. Illegale Migration ist dadurch zu einem der bestimmenden Themen der europäischen Innen- und Außenpolitik geworden. Bis heute haben die Mitglieder der EU jedoch noch keine Lösung gefunden, wie mit den ganzen Menschen umzugehen ist, die es in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa zieht. Statt legale Einreisemöglichkeiten zu schaffen, setzen viele Regierungen auf Abschottung.

Doch auch ohne die Schließung von Grenzen dürfte Europa vielen Migranten wie eine Festung vorkommen. Die meisten Einreisewilligen stammen nämlich aus Afrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten. Von hieraus führen die direktesten Wege über das Mittelmeer. Dieses legt sich jedoch wie ein riesiger Burggraben vor den europäischen Kontinent. Die Distanz zwischen dem Norden und dem Süden mag in der Ägäis geringer sein als zwischen Libyen und Italien. In jedem Fall ist aber eine Seefahrt notwendig, um nach Europa zu gelangen. Damit beginnt nun eine der großen Herausforderungen des aktuellen Migrationsstroms. Weiterlesen

Sea Blindness – Wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden?



Mit einem Preis sollten die besten Artikel/Arbeiten junger Offiziere bzw. Offiziersanwärter/-innen ausgezeichnet werden, die ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Sichtweisen zu diesem Thema reflektieren und die sich besonders für eine Veröffentlichung im MarineForum eignen.An dem Wettbewerb beteiligten sich Marineoffiziere und Offizieranwärter, deren Beiträge bis zum Einsendeschluss im September beim DMI eingingen. Jurymitglieder (zwei Stabsoffiziere des Marinekommandos und zwei Präsidiumsmitglieder des DMI) bewerteten die Aufsätze. Die Beiträge waren dafür anonymisiert. In Abstimmungsrunden wurden die Preisträger ausgewählt.
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Russlands Kanonenbootdiplomatie?


Das „Atlantic Council“ hat in einer online Veröffentlichung die Verlegung zweier russischer Korvetten mit weit reichenden Flugkörpern aus dem Schwarzmeer in die Ostsee thematisiert:

Gunboat Diplomacy: What lies behind the transfer of Russia´s long –range cruise missile ships to the Baltic? “It’s confirmed: two Russian Buyan-M class corvettes of the Black Sea Fleet, armed with Kalibr-NK long-range cruise missiles, have entered the Baltic Sea, despite the fact that the Russian government said they were meant to stay in the Mediterranean.”

Dazu ein Kommentar des ehemaligen Präsidenten des Deutschen Maritimen Instituts, Lutz Feldt, EuroDefense Deutschland. Weiterlesen