Hamburg auf Platz zwei


Nach Recherchen der norwegischen Consultingfirma Menon ist Singapur der bedeutendste maritime Standort der Welt. Basis für die Untersuchungen waren vier Kriterien: Schifffahrt, Finanzierung und Gesetze, Technologie sowie Hafen- und Logistikgegebenheiten. Befragt wurden 200 Industrieexperten in 33 Ländern. Für Singapur zu Buche schlugen insgesamt die branchenfreundliche Politik sowie die strategische Lage an der Haupthandelsroute zwischen Europa und Asien. Auf Platz zwei in dem Ranking der Untersuchung folgt Hamburg und auf Platz drei Oslo. Oslo habe sich zwar in den vergangenen Jahren zu einem hochkarätigen Finanz- und Technologieplatz entwickelt, würde jedoch von Hamburg als wichtiger europäischer Hafenplatz deutlich übertroffen. Beide Städte, so Menon, würden zusammen mit Rotterdam und London darum kämpfen, als führender maritimer Standort in Europa zu gelten. Mit Blick auf die Situation in fünf Jahren prognostizierten die Menon-Analysten, dass Singapur seine leitende Stellung als Top-Platz für die maritime Wirtschaft behalten, aber Schanghai den Aufstieg zum zweiten Platz schaffen werde. Zusätzlich wurde die Aufmerksamkeit auf Dubai gelenkt, das sich von dem führenden maritimen Standort in Mittelost sehr wahrscheinlich bald in den Kreis der weltweit führenden maritimen Plätze einordnen werde.

Quelle: MarineForum 09-15, S.37.

Willkommen bei Meer Verstehen!


Liebe Leser,
nach einiger Vorlaufzeit dürfen wir Ihnen nun Meer Verstehen vorstellen – den Blog des Deutschen Maritimen Instituts, kurz DMI. Herzlich willkommen!

Meer Verstehen ist ein Blog über maritime Themen, dass heißt:
Maritime Sicherheitspolitik und die Deutsche Marine sollen hier ebenso ihren Platz finden wie das Vorstellen innovativer Technologien, Erkenntnisse über das Reiseverhalten von Tunaschwärmen sowie Nachdenkliches über die Abhängigkeit unserer Gesellschaft vom Meer. Alles was schwimmt und taucht und für uns Menschen wichtig ist oder werden kann, soll von uns aufgegriffen werden!

Alles hängt mit allem zusammen. Und gerade weil wir in einer vernetzten Welt leben, in der globale Kommunikation in Sekundenschnelle vonstatten geht, zwingt uns das Meer vorrauschauend zu planen und zu handeln. Wind und Wetter nehmen auch heute noch ihren Einfluss auf den Kurs eines Schiffes, von Naturkatastrophen und sicherheits-/politischen Ereignissen mal ganz abgesehen. Die Dinge brauchen eben ihre Zeit: Deshalb bedeutet vom Meer her denken, strategisch denken!

Ein paar Zahlen und Fakten:

  • 85% aller Staaten sind Küstenländer, in den Küstenregionen leben 75% der Weltbevölkerung
  • Der internationale Seeverkehr wird von mehr als 47.000 Schiffen bewältigt
  • 90% des EU-Außen- und 40% des EU-Binnenhandels laufen über See
  • Deutschland betreibt die drittgrößte Handelsflotte der Welt: Knapp 3.600 Schiffe fahren unter deutschem Management
  • 400.000 Arbeitnehmer werden in der deutschen maritimen Wirtschaft beschäftigt
  • Mehr Informationen gibt es hier beim DMI

Wir stellen die These in den Raum, dass sich die Bedeutung dieser Zahlen nicht in der politischen und medialen Öffentlichkeit Deutschlands wiederfindet. Darüber mit Ihnen zu sprechen, ist deshalb unser Anliegen! Einerseits wollen wir unsere Sicht der Dinge präsentieren und erläutern. Andererseits wollen wir genau darauf achten, was Sie zu den Themen und Beiträgen zu sagen haben. Das Maritime geht uns alle an!

Also, schreiben Sie uns, vernetzen Sie sich mit uns, diskutieren, fragen und kommentieren Sie fleissig – wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Ihr Blog-Team von meerverstehen.net

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