Neue US-Studie zum Unterwasserseekrieg in Nordeuropa – Ein Weckruf ohne deutschen Beitrag


Im Juli 2016 veröffentlichte das renommierte, von Admiral Arleigh Burke gegründete „Center for Strategic International Studies“ (CSIS) in Washington D.C. die Studie „Undersea Warfare in Northern Europe„. Herunterladen und Lektüre der knapp 50 seitigen Arbeit lohnen den Zeitaufwand. Der aufmerksame Leser erfährt in den Danksagungen, dass „Experten aus Finnland, Polen, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten“ und ihre entsprechenden nationalen Institute maßgeblich zum Ergebnis beigetragen haben. Ein abschließender Dank ist dem Sponsor der Studie, „Saab North America“ gewidmet und das Autorenteam bringt seine tiefe Wertschätzung für Saabs Respekt vor der intellektuellen Unabhängigkeit [des Teams] zum Ausdruck. Weiterlesen

Der Schiedsspruch in Sachen Philippines vs. China: Von Gewinnern und Verlierern – auf beiden Seiten


Ein Gastbeitrag von Dr. Oliver Daum, Institut für Sicherheitspolitik an der Christian-Albrechts-Univerität zu Kiel

Für den Fall Philippines vs. China bekommt der Permanent Court of Arbitration (dt: Ständiger Schiedsgerichtshof) aus der Fachwelt das Gütesiegel „historisch“ verliehen. Der Schiedsspruch des Gerichtshofes – kein Urteil! – diene nach Ansicht von Völkerrechtsexperten für die nächsten Jahrzehnte als Grundlage zur Klärung wesentlicher seerechtlicher Fragestellungen. Zu Recht, denn der Gerichtshof bezieht Stellung zu Problemen, die die Staatengemeinschaft bislang nicht lösen konnte. Die Philippinen werden als die Gewinner gesehen, doch so einfach ist es nicht. Weiterlesen

Attraktivität durch Auftragserfüllung – Auf dem Weg zur Deutschen Marine 2.0


Ein Beitrag von Professor Dr. Marcus Albrecht

Überträgt man das Thema, das der Inspekteur der Marine und der Präsident des DMI für den diesjährigen Aufsatzwettbewerb vorgegeben haben, gedanklich einmal auf die deutsche Wirtschaft, käme man zu einer Formulierung, die beispielsweise „Die BMW Group im Spannungsfeld zwischen Markterfolg und Attraktivität“ lauten könnte. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: In Deutschland käme wohl niemand auf die Idee, einen Gedankenaustausch zu dieser Thematik anzuregen. Die BMW Group ist derzeit Deutschlands attraktivster Arbeitgeber (1) und es gilt unter Absolventen und Fachkräften als besonderes Privileg, bei BMW arbeiten zu dürfen. Und dies, obwohl sich BMW, wie andere Top-Arbeitgeber auch, bei den Einstiegsgehältern durchaus zurückhält, lange Arbeitszeiten (als „Einsatzbereitschaft“ deklariert) zur Tagesordnung gehören und die – zahlreichen – Stationen auf dem Karriereweg einer Führungskraft notwendigerweise, das heißt: vom Unternehmen beabsichtigt, regional sehr weit voneinander entfernt liegen. (2) Jeder Absolvent weiß das und doch wollen alle dorthin. Eine komfortable Position für einen Arbeitgeber bei Marktrahmenbedingungen für das Recruiting, die von Personalexperten gern kurz als „War for Talents“ bezeichnet werden. Weiterlesen

Die Marine im Spannungsfeld zwischen Auftragserfüllung und Attraktivität – Ein Aufsatz von OLtzS Janine Pirrwitz


Der dritte Aufsatz unserer Veröffentlichungsreihe ist von OLtzS Janine Pirrwitz, die mit ihrem Ausführungen ebenfalls einen ersten Platz belegt hat:

Aktuelle Situation

Die Deutsche Marine leistet in multinationaler und zivil-militärischer Kooperation einen ständigen und einzigartigen Beitrag zur maritimen Sicherheit. Die Aufträge der Deutschen Marine sind klar formuliert: Humanitäre Hilfeleistungen beispielsweise bei Naturkatstrophen, Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie die seewärtige Landesverteidigung. Die Deutsche Marine besitzt hierfür ein vielfältiges, leistungsstarkes und einzigartiges Fähigkeitsspektrum. Am 4. Juni 2015 betonte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Krause, gegenüber den Kieler Nachrichten: ,,Die Marine ist nicht am Limit! Vielmehr erfüllt die Marine tagtäglich und ohne Abstriche ihre Aufträge. Die Marine zeigt in den Einsätzen Atalanta, UNIFIL, Operation Active Endeavour sowie den ständigen Einsatzverbänden der NATO Präsenz und nimmt an zahlreichen Übungsvorhaben teil.“ Weiterlesen