Zur zunehmenden Bedeutung der Flussschifffahrt


Wer schon einmal das Vergnügen hatte, bei klarem Wetter, im Anflug auf den Pariser Flughafen „Charles de Gaulle“, an Steuerbordseite des Fliegers auf einem Fensterplatz einen Blick auf die Innenstadt von Paris zu werfen, hat sicherlich nicht nur den Eiffelturm und die markante Silhouette der Basilika Sacré-Cœur de Montmartre bewundern können. Bei bestimmten Wetterlagen sieht man, ebenso markant, eine braune Dunstglocke über der Stadt, die weitaus weniger ansehnlich ist, als die erwähnten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt reagiert darauf mit der Verhängung eines Fahrverbots für Autos und Lastkraftwagen. Bekanntermaßen ein temporäres Mittel gegen die Wirkung, aber nicht die Ursachen.

(Fast) unbemerkt von der Öffentlichkeit reagiert die Supermarktkette franprix mit einem wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und, ganz nebenbei, auch einem Beitrag zu einer Entlastung des bisweilen chaotischen Straßenverkehrs in Paris.

Zur Versorgung ihrer rund 80 Supermärkte in der Innenstadt werden die Waren in dem Hafen Bonneuil-sur-Marne auf Binnenschiffe geladen und über rund 20 Kilometer in die Innenstadt von Paris verschifft. 2,3 Mio Tonnen Waren pro Jahr, bzw. 48 Container täglich erreichen die Stadt über das Wasser der Marne und Seine; dies entspricht 100.000 LKW Ladungen! franprix spart dadurch Transportkosten und die Touristen und Bürger von Paris können aufatmen, weil dadurch 37% weniger CO2 in die Luft geblasen werden. Mehr Fakten dazu gibt es hier.

Am Fuße des Eiffelturms, in einer traumhaften Lage, im Innenstadthafen Port de la Bourdonnais, der mit einer Investitionssumme von 1,5 Mio Euro extra dafür angelegt wurde, werden die Waren dann auf Kleintransporter verladen und zu den Supermärkten ausgeliefert. Kein Einzelfall, denn es gibt sogar Firmen wie z.B „vert chez vous“ (Grün zu Hause), die noch einen Schritt weiter gehen und nach dem Seetransport ihre Kunden dann per Fahrrad beliefern.

Uns gefällt’s!

China – eine maritime Definitionsmacht?


China, das Reich der Mitte, entwickelt sich stetig und strategisch zur Alternative der etablierten, westlich dominierten logistischen Ordnung. China hinterfragt vermehrt den Status Quo und fängt an, alternative Angebote zu machen. Dies geht über die Ablehnung weiterer westlicher Dominanz in der maritimen Logistik bis hin zu der Erschließung neuer Handelsrouten über Land. Weiterlesen

Deutschland ist Logistikstandort Nr.1…


…so urteilt die Weltbank in ihrem Logistikleistungsindex LPI. An zweiter und dritter Stelle finden sich die Niederlande und Belgien. Das bei der letzten Erhebung 2012 noch bestplatzierte Singapur stürtze um vier Plätze auf Rang 5 ab.  Laut dem Branchendienst Deutsche Verkehrs-Zeitung DVZ wurden für das Ranking über 160 Länder auf Faktoren wie „Zollabfertigung, Vehrkehrs- und IT-Infrastruktur, Dienstleistungsqualität, Möglichkeiten zur Sendungsverfolgung und Pünktlichkeit“ untersucht.
Hier gelangen sie zum englisch-sprachigen Bericht der Weltbank!

Und so sieht die Top 10 der Logistik-Weltrangliste aus: Weiterlesen

Zur Bundestagswahl September 2013: Maritimer Faktencheck


Am 22. September wird der 18. Deutsche Bundestag gewählt. Wie vor der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar diesen Jahres haben wir die Wahlprogramme der Parteien auf mögliche maritime Inhalte abgeklopft. Das Ergebnis im Januar war durchwachsen, zwar formulierten alle Parteien Positionen zu lokalen maritimen Themen, aber „[…] keine der aufgelisteten Positionen [schaffte es] an prominente Stelle in deren Wahlprogramm oder auch nur auf die Homepage […]. Im Wahl-O-Mat, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung und gedacht als vergleichendes Informationsangebot, findet sich unter 38 Thesen eine einzige mit maritimen Bezug.“

Nach dem TV-Duell folgt nun der Maritime Faktencheck! Weiterlesen

„Moin, moin, Weltwirtschaftslok“


Als maritimer Blog sind wir eingefleischte Logistikfreunde, und so freuen wir uns natürlich darüber, wenn deutsche Unternehmen alle möglichen Logistikketten bedienen und ihren Teil zu Handel und Wohlstand in der Welt beitragen. Deutschland ist immerhin Globalisierungsgewinner! Folgenden Artikel konnte man am 2. August auf Spiegel Online finden: Weiterlesen

Konrad Adenauer Stiftung: „Zur Notwendigkeit eines deutschen maritimen Engagements“


Die Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichte am 5. Juli die kurze, aber dafür knackige Denkschrift „Zur Notwendigkeit eines deutschen maritimen Engagements“.
Die Analyse ist treffend, die Empfehlungen an Wirtschaft und Politik sind es ebenfalls: Weiterlesen

„Deutschland ist Globalisierungs-Gewinner!“


So lautet die Überschrift eines Kommentars in den aktuellen griephan Briefen (45/12):
Die Globalisierung handelt von Strömen an Gütern, Menschen, Informationen, Energie und Finanzen. Sicherheit der logistischen Ketten ist somit Wesenskern der Globalisierung.
Deutsches Interesse
Berlin hat diesem Aspekt der umfassenden Sicherheitsvorsorge ein vornehmlich industriestrategisches Interesse: Deutschland ist unter den Top Five der globalen Logistik-Standorte. Unter den global zehn größten Logistikkonzernen sind fünf europäisch. Davon halten deutsche Unternehmen die Plätze 1 (DHL) und 5 (DB Schenker). Weiterlesen