Norwegen setzt bei U-Booten erneut auf Deutschland


Ein Gastbeitrag von Raimund Wallner

Am 3. Februar 2017 gab die norwegische Regierung bekannt, dass Deutschland und nicht Frankreich als strategischer Partner für das U-Bootprojekt zur Sicherstellung der Nachfolge der ULA-Klasse ausgewählt wurde. Ziel der Entscheidung sei die gemeinsame Beschaffung und das „lifetime management“ identischer, auf der deutschen Klasse 212A basierender neuer U-Boote, hieß es in der Erklärung des Verteidigungsministeriums. Weiterlesen

Die EU „International Ocean Governance“


Ein Gastbeitrag von Flottillenadmiral Jürgen Ehle

Die globale Ozeanwirtschaft wird auf 1,3 Billionen Euro geschätzt. Klimawandel, Armut und Ernährungssicherheit gehören zu den globalen Herausforderungen, die wirksam angegangen werden können, wenn die Ozeane besser geschützt und nachhaltig bewirtschaftet werden.

Die Kommission und der Europäische Auswärtige Dienst haben am 10. November 2016 eine gemeinsame Mitteilung herausgegeben, in der Maßnahmen für sichere, saubere und nachhaltig bewirtschaftete Ozeane vorgeschlagen werden. Als starker globaler Akteur legt die EU damit eine Agenda für eine bessere Meerespolitik auf der Grundlage eines sektorübergreifenden, auf Regeln beruhenden internationalen Ansatzes fest.

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Neue US-Studie zum Unterwasserseekrieg in Nordeuropa – Ein Weckruf ohne deutschen Beitrag


Im Juli 2016 veröffentlichte das renommierte, von Admiral Arleigh Burke gegründete „Center for Strategic International Studies“ (CSIS) in Washington D.C. die Studie „Undersea Warfare in Northern Europe„. Herunterladen und Lektüre der knapp 50 seitigen Arbeit lohnen den Zeitaufwand. Der aufmerksame Leser erfährt in den Danksagungen, dass „Experten aus Finnland, Polen, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten“ und ihre entsprechenden nationalen Institute maßgeblich zum Ergebnis beigetragen haben. Ein abschließender Dank ist dem Sponsor der Studie, „Saab North America“ gewidmet und das Autorenteam bringt seine tiefe Wertschätzung für Saabs Respekt vor der intellektuellen Unabhängigkeit [des Teams] zum Ausdruck. Weiterlesen

Dr. Sarah Kirchberger „Assessing China’s Naval Power. Technological Innovation, Economic Constraints, and Strategic Implications“


Passend zu unsererm vorherigen Thema freuen wir uns, Ihnen heute eine Rezension des Buches „Assessing China’s Naval Power. Technological Innovation, Economic Constraints, and Strategic Implications“ von Dr. Sarah Kirchberger zur Lektüre empfehlen zu können. Ein Beitrag von Heinz Dieter Jopp:

Nicht erst seit dem Schiedsspruch des Ständigen Schiedsgerichtshofs in Den Haag zum Streitfall der Philippinen gegen China um Felsen und Atolle im Südchinesischen Meer wurden die Augen der Öffentlichkeit auf eine Konfliktregion gelenkt, die vom Streit um Fischereirechte, der möglichen Ausbeutung von vermuteten Bodenschätzen auf dem Boden der Meere und in deren Folge von militärischen Aufrüstungsmaßnahmen geprägt ist. Dabei wird unser westliches Bild vielfach von Betrachtungen in den USA geprägt. Weiterlesen

Zur Diskussionskultur in diesem Blog …


empfehlen wir einen Blick in die Kommentarspalte unseres Beitrages „The sound of silence„. So wünschen wir uns einen kritischen, offenen und ehrlichen Dialog! Unseren Lesern und Kommentatoren dafür ein herzliches Dankeschön!

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 & die Wasserstraßen


Am 16. März wurde der Bundesverkehrswegeplan 2030 durch den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU), vorgestellt. Nach den Plänen des Ministeriums sollen bis 2030 264,5 Milliarden Euro durch den Bund in die deutschen Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen investiert werden. Dabei soll der Erhalt bzw. die Sanierung bestehender Infrastruktur mit einem Anteil von 70 % an den geplanten Mitteln Vorrang vor Neuplanungen haben. Laut Minister Dobrindt ist das Vorhaben eng mit dem Finanzministerium abgestimmt, das Geld über die nächsten Jahre vorhanden. Alle geplanten Maßnahmen sollen bis 2030 zumindest begonnen werden.

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Attraktivität durch Auftragserfüllung – Auf dem Weg zur Deutschen Marine 2.0


Ein Beitrag von Professor Dr. Marcus Albrecht

Überträgt man das Thema, das der Inspekteur der Marine und der Präsident des DMI für den diesjährigen Aufsatzwettbewerb vorgegeben haben, gedanklich einmal auf die deutsche Wirtschaft, käme man zu einer Formulierung, die beispielsweise „Die BMW Group im Spannungsfeld zwischen Markterfolg und Attraktivität“ lauten könnte. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: In Deutschland käme wohl niemand auf die Idee, einen Gedankenaustausch zu dieser Thematik anzuregen. Die BMW Group ist derzeit Deutschlands attraktivster Arbeitgeber (1) und es gilt unter Absolventen und Fachkräften als besonderes Privileg, bei BMW arbeiten zu dürfen. Und dies, obwohl sich BMW, wie andere Top-Arbeitgeber auch, bei den Einstiegsgehältern durchaus zurückhält, lange Arbeitszeiten (als „Einsatzbereitschaft“ deklariert) zur Tagesordnung gehören und die – zahlreichen – Stationen auf dem Karriereweg einer Führungskraft notwendigerweise, das heißt: vom Unternehmen beabsichtigt, regional sehr weit voneinander entfernt liegen. (2) Jeder Absolvent weiß das und doch wollen alle dorthin. Eine komfortable Position für einen Arbeitgeber bei Marktrahmenbedingungen für das Recruiting, die von Personalexperten gern kurz als „War for Talents“ bezeichnet werden. Weiterlesen