Sea Blindness (Teil 2)


des Aufsatzwettbewerbs des DMI zum Thema Sea Blindness – wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden, von Helge Adrians, M.A., Oberleutnant zur See der Reserve

Prolog

Im vergangenen Jahr hat die Anzahl an Menschen, die ohne Registrierung in die Europäische Union (EU) eingereist sind, einen neuen Höchststand erreicht. Illegale Migration ist dadurch zu einem der bestimmenden Themen der europäischen Innen- und Außenpolitik geworden. Bis heute haben die Mitglieder der EU jedoch noch keine Lösung gefunden, wie mit den ganzen Menschen umzugehen ist, die es in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa zieht. Statt legale Einreisemöglichkeiten zu schaffen, setzen viele Regierungen auf Abschottung.

Doch auch ohne die Schließung von Grenzen dürfte Europa vielen Migranten wie eine Festung vorkommen. Die meisten Einreisewilligen stammen nämlich aus Afrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten. Von hieraus führen die direktesten Wege über das Mittelmeer. Dieses legt sich jedoch wie ein riesiger Burggraben vor den europäischen Kontinent. Die Distanz zwischen dem Norden und dem Süden mag in der Ägäis geringer sein als zwischen Libyen und Italien. In jedem Fall ist aber eine Seefahrt notwendig, um nach Europa zu gelangen. Damit beginnt nun eine der großen Herausforderungen des aktuellen Migrationsstroms. Weiterlesen

Sicherheit im Ostseeraum


Das britische Verteidigungsministerium hat unlängst im Auftrag der schwedischen Regierung eine interessante Studie zu den Herausforderungen an die Sicherheit im Ostseeraum veröffentlicht.

Das „Development, Concepts and Doctrine Centre“ des britischen Verteidigungsministeriums kommt, nach zahlreichen Interviews und Beiträgen von Experten ziviler und militärischer Bereiche der Ostseeanrainer zu dem Schluss, dass der Ostseeraum unverändert strategische Bedeutung für ganz Europa habe.

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Resilienz – Robustheit auch zur See!


Wir lesen in der sicherheitspolitischen Diskussion immer häufiger das Wort Resilienz und haben dem Wort und seiner Bedeutung nachgespürt. Außerdem möchte „Meer verstehen“ wissen, was dieses Konzept auf See bedeutet.

Der Begriff Resilienz stammt aus den Sozialwissenschaften und bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, nach Störungen wieder in sein Gleichgewicht zurückzufinden. Sicherheitspolitisch steht Resilienz für die Robustheit und Störresistenz von Staat und Gesellschaft.

Das bisherige Sicherheitskonzept des Westens zielte darauf ab, Risiken und Bedrohungen auf Distanz zu halten. Deutschland am Hindukusch zu verteidigen, war eines der Schlagwörter. Islamistischer Terror im Nahen Osten und hybride Kriegführung in Europa haben gezeigt, dass das nicht immer gelingt. Die westlichen Gesellschaften müssen sich stärker als früher darauf einstellen, dass Terror und Gefahr ihre Bürger und ihr Staatsgebiet treffen. Weiterlesen

Maritime Literatur – Lese-Empfehlungen über maritime Sicherheit


Im Rahmen unseres ständigen Projektes auf interessante maritime Literatur hin zu weisen, hat uns folgender Beitrag von einem unserer Leser erreicht: Heinz Dieter Jopp stellt uns „Anti-Access Warfare. Countering A2/AD Strategies“, von Sam J. Tangredi, sowie „Asian Maritime Strategies. Navigating Troubled Waters“, von Bernard D. Cole, vor:

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