Klassiker von Seemacht, Technologische Entwicklungen und mögliche zukünftige Formen von Machtprojektion


Ein Aufsatz von Prof. James Holmes, Naval War College, mit dem Titel „The Legacy of Unfinished Revolutions“ in der Oktober Ausgabe 2017 der Proceedings des USNI und seine Aussagen „Submarines, torpedo boats, and aircraft had little place in Corbett ´s or Alfred Thayer Mahan´s scheme of things, in large part because they wrote before those new instruments of war came into their own. Because of this historical accident, the strategic cannon is mostly silent on the subjects of undersea and aerial warfare“ nährt den Verdacht einer gewissen Ignoranz angel-sächsischer Staaten gerade gegenüber französischen Denkern auch zu Beginn der 1930er Jahre. Neben der eher banalen Feststellung, dass U-Boote und Torpedos schon zu Lebzeiten Corbett´s und Mahan´s entwickelt und eingeführt wurden, hätte schon ein Studium der Schriften von Admiral Raoul Castex zu Erkenntnissen geführt, die auch heute von größter Bedeutung sind. Dies gilt umso mehr nach den jüngsten Äußerungen von Präsident Putin zur „Überlegenheit“ neuster russischer Entwicklungen auch für künftige Seekriege.
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Great Powers, Grand Strategies. The new Game in the South China Sea


Eine Buchrezension von unserem Gastautor Heinz Dieter Jopp

Mit der am 19. Januar 2018 veröffentlichten nationalen Verteidigungsstrategie des Pentagon werden die VR China und Russland als mögliche Gegner definiert, die es auch militärisch zu besiegen gelte. Damit kehrt auch die U.S. Navy zur möglichen parallelen Auseinandersetzung mit der russischen und chinesischen Marine zurück. Dies erinnert ein wenig an das Ende des Kalten Krieges, wo die maritimen Interessen der NATO am Schutz der Versorgungslinien über den Nordatlantik ausgerichtet waren, der auch durch ein aggressives Vorgehen der U.S. Navy gegen sowjetische Marinekräfte im Nordmeer und der Barents See sichergestellt werden sollte. Erst nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion wurde über dann offengelegte Pläne erkennbar, dass die sowjetische Marine nicht offensiv gegen die NATO sondern defensiv zum Schutz eigener SSBN ausgerichtet war (Verteidigung der nuklear-strategischen Bastion). Diese Erkenntnis wurde jedoch in der NATO kaum diskutiert. Mit Blick auf die Entwicklungen im West-Pazifik und die Marine der Volksrepublik China (PLAN) sollte man dies nicht aus den Augen verlieren. Weiterlesen

Grand Strategy and Maritime Strategies: Eine Bestandsaufnahme vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute


Eine Buchrezension von unserem Gastautor Heinz Dieter Jopp:

Gerade in den USA mehren sich seit Monaten die Stimmen aus dem politischen wie wissenschaftlichen Bereich mit Fragen der Notwendigkeit einer neuen „Grand Strategy“ und daraus abgeleitet einer neuen „Maritime Strategy“. Da in Deutschland kaum eine Diskussion über Strategien, geschweige denn maritime Strategien stattfindet, kommt das Buch von Sebastian Bruns, der dem geneigten Leser aus Veröffentlichungen auch im Marineforum bekannt sein dürfte, just in time. Der Routledge Verlag legt die aktualisierte und inhaltlich erweiterte Version der Doktorarbeit von Sebastian Bruns zum Jahresbeginn 2018 vor. Diese befasst sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und Fortentwicklung maritimer Strategien der U.S. Navy im Kontext der nationalen Sicherheit der USA. Weiterlesen

Krisenherd West Pazifik. Die Bedeutung des Maritimen


Ein Gastbeitrag von Heinz Dieter Jopp

 

Die schnelle Zuspitzung der Krise mit Nord Korea anlässlich deren sechsten Nuklearversuchs im September 2017, der Streit mit China um befestigte Korallenriffe im Süd-Chinesischen Meer, die Nicht-Anerkennung des Schiedsspruchs von Den Haag durch China sowie die immer stärker wachsende Rüstungsspirale gerade maritimer Mittel in der Region erwecken nicht nur im fernen Europa und damit auch in Deutschland wachsende Ängste um Krieg und Frieden.

Zeitgerecht hierzu ist beim NOMOS Verlag ein Buch von Michael Paul in der Reihe Internationale Politik und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Anfang August 2017 erschienen, dass in einem umfassenden und vor allem maritimen Ansatz die sicherheitspolitischen, geostrategischen, wirtschaftlichen wie rüstungspolitischen Entwicklungen des West-Pazifischen Raumes in unserem noch relativ jungen 21. Jahrhundert analysiert, um hieraus Empfehlungen mit Schwerpunkt der sino-amerikanischen Rivalität abzuleiten. Weiterlesen

Seemacht. Ein Begriff wird wiederentdeckt


Seit Monaten diskutieren Experten und Marineoffiziere in der westlichen Welt die Notwendigkeit zur Rückkehr zu den klassischen Marineoperationen wie Überwasserkrieg, Unterwasserkrieg, Minenkrieg, Seekrieg aus der Luft, aber auch Informationskrieg, Cyberkrieg und Elektronische Kriegführung. Dinge, die in den letzten Dekaden beinahe in Vergessenheit geraten sind und von Piraterie Bekämpfung, Rettung von Flüchtlingen aus Seenot oder Hilfe bei Umweltkatastrophen verdrängt wurden. Mit den klassischen Operationen kommen auch wieder Begriffe wie Sea Control und Sea Denial und Wege zu deren Umsetzung zurück in eine in Deutschland kaum stattfindende Diskussion. Weiterlesen

Norwegen setzt bei U-Booten erneut auf Deutschland


Ein Gastbeitrag von Raimund Wallner

Am 3. Februar 2017 gab die norwegische Regierung bekannt, dass Deutschland und nicht Frankreich als strategischer Partner für das U-Bootprojekt zur Sicherstellung der Nachfolge der ULA-Klasse ausgewählt wurde. Ziel der Entscheidung sei die gemeinsame Beschaffung und das „lifetime management“ identischer, auf der deutschen Klasse 212A basierender neuer U-Boote, hieß es in der Erklärung des Verteidigungsministeriums. Weiterlesen

Sea Blindness – Wie spinnt man einen maritimen Erzählfaden?



Mit einem Preis sollten die besten Artikel/Arbeiten junger Offiziere bzw. Offiziersanwärter/-innen ausgezeichnet werden, die ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Sichtweisen zu diesem Thema reflektieren und die sich besonders für eine Veröffentlichung im MarineForum eignen.An dem Wettbewerb beteiligten sich Marineoffiziere und Offizieranwärter, deren Beiträge bis zum Einsendeschluss im September beim DMI eingingen. Jurymitglieder (zwei Stabsoffiziere des Marinekommandos und zwei Präsidiumsmitglieder des DMI) bewerteten die Aufsätze. Die Beiträge waren dafür anonymisiert. In Abstimmungsrunden wurden die Preisträger ausgewählt.
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