„Sea Blindness – Wie man einen strategischen Erzählfaden spinnt“


Länder wie die Slowakei, Ungarn oder auch Tschechien teilen ein Schicksal: Sie alle haben keinen freien Zugang zum Meer. Damit fehlt es diesen Staaten allein aus geographischen Gründen an etwas, worüber die meisten europäischen Nachbarn ganz selbstverständlich seit Jahrhunderten verfügen und wovon sie in vielerlei Hinsicht profitieren.

Denken wir nur an Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Portugal, Niederlande, Belgien, Griechenland, Polen, das Baltikum, Großbritannien oder auch die skandinavischen Länder. Der freie Seezugang prägt das Selbstverständnis der klassischen Seefahrernationen. Er beeinflusst das Bewusstsein der Menschen, inspiriert zu unternehmerischen Handeln und findet Ausdruck in Kunst, Literatur und Musik. Der freie Zugang zum Meer wirkt aber auch auf staatliches Handeln und formt nicht zu Letzt sicherheitspolitische Strategien. Weiterlesen

„Die militärstrategische Bedeutung des Südchinesischen Meeres“


Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein erneuter Vorfall den Inselstreit im Südchinesischen Meer wieder ins Schlaglicht rückt und die Frage nach Chinas Absichten aufwirft. Beijing wird in dem Konflikt meist Hegemonialstreben unterstellt. Dieser Lesart zufolge versucht China, schrittweise die Kontrolle über das Südchinesische Meer zu gewinnen, um eine nach allgemeiner Überzeugung strategisch bedeutsame Region zu dominieren. Eine Untersuchung der militärischen Dimension des Inselstreits kann dazu dienen, manche dramatisierende Darstellung als fragwürdig zu erweisen. Denn die militär-strategische Bedeutung der umstrittenen Inseln ist bei weitem nicht so groß, wie meist behauptet wird. Außerdem liegt zumindest aus militärischer Sicht die Vermutung nahe, dass Beijing im Südchinesischen Meer eher defensive Ziele verfolgt. Weiterlesen

Eine Seefahrt, die ist…


…lehrreich! Diese Zeilen wurden auf einer RoRo/LoLo (Roll-on/Roll-off bzw. Load-on/Load-off)-Großfähre auf dem Weg von Kiel nach Oslo zu Papier gebracht. Der erste Eindruck in Kiel: Europa mangelt es nicht an einer strategischen Seeverlegefähigkeit! Auf der Fähre, mit der wir unterwegs waren, kann ein verstärktes Bataillon mit schwerem Gerät ohne Mühen verlegt werden – solange ein gesicherter Hafen zum Ausladen am Ende der Fahrt Weiterlesen

Willkommen bei Meer Verstehen!


Liebe Leser,
nach einiger Vorlaufzeit dürfen wir Ihnen nun Meer Verstehen vorstellen – den Blog des Deutschen Maritimen Instituts, kurz DMI. Herzlich willkommen!

Meer Verstehen ist ein Blog über maritime Themen, dass heißt:
Maritime Sicherheitspolitik und die Deutsche Marine sollen hier ebenso ihren Platz finden wie das Vorstellen innovativer Technologien, Erkenntnisse über das Reiseverhalten von Tunaschwärmen sowie Nachdenkliches über die Abhängigkeit unserer Gesellschaft vom Meer. Alles was schwimmt und taucht und für uns Menschen wichtig ist oder werden kann, soll von uns aufgegriffen werden!

Alles hängt mit allem zusammen. Und gerade weil wir in einer vernetzten Welt leben, in der globale Kommunikation in Sekundenschnelle vonstatten geht, zwingt uns das Meer vorrauschauend zu planen und zu handeln. Wind und Wetter nehmen auch heute noch ihren Einfluss auf den Kurs eines Schiffes, von Naturkatastrophen und sicherheits-/politischen Ereignissen mal ganz abgesehen. Die Dinge brauchen eben ihre Zeit: Deshalb bedeutet vom Meer her denken, strategisch denken!

Ein paar Zahlen und Fakten:

  • 85% aller Staaten sind Küstenländer, in den Küstenregionen leben 75% der Weltbevölkerung
  • Der internationale Seeverkehr wird von mehr als 47.000 Schiffen bewältigt
  • 90% des EU-Außen- und 40% des EU-Binnenhandels laufen über See
  • Deutschland betreibt die drittgrößte Handelsflotte der Welt: Knapp 3.600 Schiffe fahren unter deutschem Management
  • 400.000 Arbeitnehmer werden in der deutschen maritimen Wirtschaft beschäftigt
  • Mehr Informationen gibt es hier beim DMI

Wir stellen die These in den Raum, dass sich die Bedeutung dieser Zahlen nicht in der politischen und medialen Öffentlichkeit Deutschlands wiederfindet. Darüber mit Ihnen zu sprechen, ist deshalb unser Anliegen! Einerseits wollen wir unsere Sicht der Dinge präsentieren und erläutern. Andererseits wollen wir genau darauf achten, was Sie zu den Themen und Beiträgen zu sagen haben. Das Maritime geht uns alle an!

Also, schreiben Sie uns, vernetzen Sie sich mit uns, diskutieren, fragen und kommentieren Sie fleissig – wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Ihr Blog-Team von meerverstehen.net

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