Globale Überfischung – es ist noch nicht ganz 5 vor 12


Um mal in Frau Käßmanns Bauchladen des Offensichtlichen zu wildern: Nichts ist gut in unseren Weltmeeren.  Stimmt leider, Vermüllung, Versauerung, Klimawandel und nicht zuletzt Überfischung sind gut dokumentierte und bekannte Probleme, an denen unsere Ozeane leiden. Das alles kann nicht ohne Folgen für die Meeresbewohner bleiben, von denen wir nicht unwesentlich abhängig sind: Die globalen Bestände sind derartig dezimiert, sodass trotz stetig verbesserter Fangmethoden immer weniger Fisch gefangen wird.

Tatsächlich sind über 22 Jahre die globalen Fischerträge um etwa 18% gesunken – von etwa 80 Millionen Metrischen Tonnen 1988 auf etwa 66 Millionen MT 2010. Gobal sind es die bekannten Faktoren Überfischung, aber auch die Veränderung des Welt- und Ozeanklimas, welche die Bestände an maritimen Leben insgesamt dezimiert haben und weiterhin bedrohen. Ein „weiter so“ kann es jedenfalls nicht geben, da anhand dieser Zahlen die globale Fischversorgung und die Gesundheit der maritimen Ökosysteme auf dem Spiel steht. Bei uns vor der Haustür sind von 1700 untersuchten Arten an Fischen, wirbellosen Tieren und Großalgen in den deutschen Nord- und Ostseegewässern etwa 30 Prozent gefährdet, so das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn. Weiterlesen