Verschmutzung der Meere und Meeresschutzkonventionen


Ein Gastbeitrag von elementar Analysensysteme

Für den Schutz der Ost- und Nordsee wurden im Laufe der 1970er Jahre die ersten regionalen Meeresschutzübereinkommen in Europa getroffen. Die Gründung der ersten Abkommen geschah unter dem Eindruck eines der ersten großen Öltankerunglücke der Geschichte. Die Torrey Canyon havarierte 1967 mit 120.000 Tonnen Rohöl vor der Küste Englands und führte die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit zum Schutz der Ozeane drastisch vor Augen. Heute sind die beiden Abkommen HELCOM und OSPAR für diese Meeresregionen zuständig. Dem Gewässerschutz sind nicht nur die direkten Anrainerstaaten unterworfen, sondern auch alle Staaten, die durch Tributar-Gewässer indirekt mit Nord- und Ostsee verbunden sind. So ist beispielsweise auch die Schweiz Signatarstaat im OSPAR-Vertrag und mitverantwortlich für den Schutz der Nordsee. Die nicht unfallfreien Chemiewerke am Basler Rheinknie verdeutlichen diese Logik unmittelbar.

Den Bemühungen dieser Übereinkommen und ihrer exekutiven Kommissionen ist es zu verdanken, dass bereits große Fortschritte im Meeresschutz erzielt werden konnten. Aber der Reihe nach. Es gibt verschiedene Stoffklassen, die für die Verschmutzung unserer Meere verantwortlich sind. Einige davon wurden erkannt und durch entsprechende Regelungen eingedämmt. Weiterlesen

Zur zunehmenden Bedeutung der Flussschifffahrt


Wer schon einmal das Vergnügen hatte, bei klarem Wetter, im Anflug auf den Pariser Flughafen „Charles de Gaulle“, an Steuerbordseite des Fliegers auf einem Fensterplatz einen Blick auf die Innenstadt von Paris zu werfen, hat sicherlich nicht nur den Eiffelturm und die markante Silhouette der Basilika Sacré-Cœur de Montmartre bewundern können. Bei bestimmten Wetterlagen sieht man, ebenso markant, eine braune Dunstglocke über der Stadt, die weitaus weniger ansehnlich ist, als die erwähnten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt reagiert darauf mit der Verhängung eines Fahrverbots für Autos und Lastkraftwagen. Bekanntermaßen ein temporäres Mittel gegen die Wirkung, aber nicht die Ursachen.

(Fast) unbemerkt von der Öffentlichkeit reagiert die Supermarktkette franprix mit einem wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und, ganz nebenbei, auch einem Beitrag zu einer Entlastung des bisweilen chaotischen Straßenverkehrs in Paris.

Zur Versorgung ihrer rund 80 Supermärkte in der Innenstadt werden die Waren in dem Hafen Bonneuil-sur-Marne auf Binnenschiffe geladen und über rund 20 Kilometer in die Innenstadt von Paris verschifft. 2,3 Mio Tonnen Waren pro Jahr, bzw. 48 Container täglich erreichen die Stadt über das Wasser der Marne und Seine; dies entspricht 100.000 LKW Ladungen! franprix spart dadurch Transportkosten und die Touristen und Bürger von Paris können aufatmen, weil dadurch 37% weniger CO2 in die Luft geblasen werden. Mehr Fakten dazu gibt es hier.

Am Fuße des Eiffelturms, in einer traumhaften Lage, im Innenstadthafen Port de la Bourdonnais, der mit einer Investitionssumme von 1,5 Mio Euro extra dafür angelegt wurde, werden die Waren dann auf Kleintransporter verladen und zu den Supermärkten ausgeliefert. Kein Einzelfall, denn es gibt sogar Firmen wie z.B „vert chez vous“ (Grün zu Hause), die noch einen Schritt weiter gehen und nach dem Seetransport ihre Kunden dann per Fahrrad beliefern.

Uns gefällt’s!