Verschmutzung der Meere und Meeresschutzkonventionen


Ein Gastbeitrag von elementar Analysensysteme

Für den Schutz der Ost- und Nordsee wurden im Laufe der 1970er Jahre die ersten regionalen Meeresschutzübereinkommen in Europa getroffen. Die Gründung der ersten Abkommen geschah unter dem Eindruck eines der ersten großen Öltankerunglücke der Geschichte. Die Torrey Canyon havarierte 1967 mit 120.000 Tonnen Rohöl vor der Küste Englands und führte die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit zum Schutz der Ozeane drastisch vor Augen. Heute sind die beiden Abkommen HELCOM und OSPAR für diese Meeresregionen zuständig. Dem Gewässerschutz sind nicht nur die direkten Anrainerstaaten unterworfen, sondern auch alle Staaten, die durch Tributar-Gewässer indirekt mit Nord- und Ostsee verbunden sind. So ist beispielsweise auch die Schweiz Signatarstaat im OSPAR-Vertrag und mitverantwortlich für den Schutz der Nordsee. Die nicht unfallfreien Chemiewerke am Basler Rheinknie verdeutlichen diese Logik unmittelbar.

Den Bemühungen dieser Übereinkommen und ihrer exekutiven Kommissionen ist es zu verdanken, dass bereits große Fortschritte im Meeresschutz erzielt werden konnten. Aber der Reihe nach. Es gibt verschiedene Stoffklassen, die für die Verschmutzung unserer Meere verantwortlich sind. Einige davon wurden erkannt und durch entsprechende Regelungen eingedämmt. Weiterlesen

Globale Überfischung – es ist noch nicht ganz 5 vor 12


Um mal in Frau Käßmanns Bauchladen des Offensichtlichen zu wildern: Nichts ist gut in unseren Weltmeeren.  Stimmt leider, Vermüllung, Versauerung, Klimawandel und nicht zuletzt Überfischung sind gut dokumentierte und bekannte Probleme, an denen unsere Ozeane leiden. Das alles kann nicht ohne Folgen für die Meeresbewohner bleiben, von denen wir nicht unwesentlich abhängig sind: Die globalen Bestände sind derartig dezimiert, sodass trotz stetig verbesserter Fangmethoden immer weniger Fisch gefangen wird.

Tatsächlich sind über 22 Jahre die globalen Fischerträge um etwa 18% gesunken – von etwa 80 Millionen Metrischen Tonnen 1988 auf etwa 66 Millionen MT 2010. Gobal sind es die bekannten Faktoren Überfischung, aber auch die Veränderung des Welt- und Ozeanklimas, welche die Bestände an maritimen Leben insgesamt dezimiert haben und weiterhin bedrohen. Ein „weiter so“ kann es jedenfalls nicht geben, da anhand dieser Zahlen die globale Fischversorgung und die Gesundheit der maritimen Ökosysteme auf dem Spiel steht. Bei uns vor der Haustür sind von 1700 untersuchten Arten an Fischen, wirbellosen Tieren und Großalgen in den deutschen Nord- und Ostseegewässern etwa 30 Prozent gefährdet, so das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn. Weiterlesen

Doppelhüllentanker für die Deutsche Marine?


Die Große Koalition hat im Verteidigungsausschuss folgenden Antrag eingebracht – interessant ist die Begründung: Deutschland ist ein Hochtechnologieland!

Doppelhüllentanker

Das BMVg wird gebeten zu prüfen, ob eine marktverfügbare Lösung zur Beschaffung von zwei Doppelhüllentankern in ähnliche Leistungsparametern wie die bisherigen Einhüllentanker „Rhön“ und „Spessart“ zeitnah realisiert werden können.

Begründung:

  • Deutschland ist Hochtechnologieland. Daher ist es aus Umweltschutzgründen nicht länger als unabdingbar militärisch notwendig akzeptabel, dass die Deutsche Marine Einhüllentanker weiter nutzt. Ein Leck in einem Hafen oder auf hoher See wäre mit negativen Schlagzeilen für das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland verbunden – auch als Wirtschaftsnation.
  • Die beiden Tanker der Deutschen Marine haben einen hervorragenden Dienst geleistet und diese Fähigkeit stellt bei Missionen der NATO und EU stets einen Engpass und eine besonders gefragte Fähigkeit dar. Daher sollte es aus unserer Sicht nur zu einem Ersatz alt gegen neu kommen. Eine Aussonderung ohne sofortige Ersatzgestellung ist aus operativer Sicht nicht akzeptabel.

„Der Mensch und die Weltmeere“ – ein Bildband


Yann Arthus-Bertrand ist Franzose, Fotograf und Autor. 1999 wurde er mit seinem Bildband „Die Erde von Oben“ bekannt – Eindrücke über unsere Erde, Natur und Mensch, geschoßen aus dem Helikopter.

„Nun ist der 67-jährige Franzose mit seiner Kamera wieder in den Helikopter gestiegen – und kümmerte sich diesmal nur um die Ozeane. 200 Aufnahmen schafften es in den großformatigen Band „Der Mensch und die Weltmeere“ (Knesebeck), der Bilderbuch und Umweltschutzpamphlet zugleich ist. Weiterlesen