Unter Wasser – Über Rüstungs- und andere Kernkompetenzen


Derzeit sorgt in der deutschen Wehr-Community eine Folie mit dem Titel „Diskussionsvorschlag Schlüsseltechnologien BMVg“ aus dem Verteidigungsministerium für Aufsehen, in der Schlüsseltechnologien definiert wurden, die als deutsche Kernkompetenzen der Rüstungsindustrie zu erhalten seien. Dazu gehörten Technologien zur vernetzten Operationsführung und Verschlüsselung, die Sensorik bei Aufklärungssystemen wie etwa der Drohne Euro Hawk und Schutzausrüstung. U-Boote, Handfeuerwaffen und gepanzerte Fahrzeuge gehörten nicht dazu. Hier sei Deutschland zwar Weltmarktführer,  doch man brauche diese Technologien nicht zwingend, um wehrtechnisch unabhängig vom Ausland zu bleiben.

Mit anderen Worten: Das BMVg betrachtet die Unterwasserkompetenz der hiesigen Industrie nicht (mehr) als Schlüsseltechnologie, die es exklusiv und aus Prinzip in Deutschland zu produzieren und zu beschaffen gilt. Dies betrifft konkret den U-Boot-Bau sowie wie die Systeme Torpedos, Unterwasserdronen, Mine und Minenjagd. Weiterlesen

Gedanken zur Münchner Sicherheitskonferenz – ein maritimer Nachschlag


Ein knappes halbes Jahr nach der Münchner Sicherheitskonferenz haben der Bundespräsident und die Verteidigungsministerin ihre Forderung bekräftigt, Deutschland müsse mehr internationale Verantwortung einschließlich militärischer Einsätze übernehmen. Die Ministerin sprach von einem Schwerpunkt Afrika und kündigte an, die Bundeswehr werde sich vor allem mit Sanitätern, Lufttransport und Ausbildern stärker engagieren. Ob das ausreichen wird, wirklich mehr Verantwortung zu beweisen, bezweifelt sicherlich nicht nur Henry Kissinger, mit dem die Ministerin Mitte Juni in den USA das Thema diskutiert hat. Weiterlesen