Buchbesprechung – Red Star over the Pacific


Wohin entwickelt sich China? Wird China zum Konkurrenten auf den Meeren?

Nicht erst seit den Entwicklungen und Zwischenfällen im Südchinesischen Meer fragen gerade westliche Politiker und Experten, ob die Entwicklung Chinas zu einer maritimen Großmacht zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den USA und der U.S. Navy im pazifischen Raum führt. Begriffe wie Anti Access/Area Denial (A2/AD), Thykidides Falle, aber auch Hybride Seekriegsführung und Auseinandersetzungen in der „Grey Zone“ bestimmen seit Jahren die amerikanischen Diskussionen zu einer notwendigen Anpassung der maritimen Strategie. Dabei lag und liegt der Schwerpunkt auf einem Vergleich der jeweiligen Kriegsmarinen und ihrer strategischen, operativen und taktischen Möglichkeiten. Die Ende 2018 bei der Naval Institute Press erschienene zweite Auflage des hier zu besprechenden Buches hebt sich erfreulich von den oben angesprochenen Aufsätzen und anderen Veröffentlichungen ab, da die beiden Autoren insbesondere der Frage nachgehen, wie es der politischen Führung gelungen ist, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die Zukunft des Landes eng mit dem Status einer global agierenden Seemacht verbunden ist. Und hierzu gehört dann insbesondere eine prosperierende Wirtschaft und weltweiter Seehandel. Gerade dieses Kapitel unterstreicht die deutlich veränderte Betrachtung der Autoren acht Jahre nach Erscheinen ihrer ersten Ausgabe. Weiterlesen

Maritime Literatur – Lese-Empfehlungen über maritime Sicherheit


Im Rahmen unseres ständigen Projektes auf interessante maritime Literatur hin zu weisen, hat uns folgender Beitrag von einem unserer Leser erreicht: Heinz Dieter Jopp stellt uns „Anti-Access Warfare. Countering A2/AD Strategies“, von Sam J. Tangredi, sowie „Asian Maritime Strategies. Navigating Troubled Waters“, von Bernard D. Cole, vor:

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Chinas Flugzeugträger und die Pax Americana zur See


Am 25. September 2012 ging die Nachricht um die Welt, dass China seinen ersten Flugzeugträger, die Liaoning, in Dienst gestellt hat. Im Westen und besonders in den USA befürchtet man, dass Chinas Aufrüstung zur See eine expansionistische Ausrichtung hat und zu einer Konfrontation zwischen China und den USA führen könnte. Es ist in der Tat ein Kurs der Konfrontation, den China mit seiner aktuellen maritimen Politik fährt –  allerdings zielt dieser weder auf die USA noch auf die Trägergruppen der US Navy. Dazu wird China auch in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein. James R. Holmes, Associate Professor of Strategy am US Naval War College, listet 5 Gründe auf, warum China noch lange davon entfernt ist eine funktionierende Trägerfähigkeit zu besitzen: Weiterlesen